Ärzte Zeitung, 26.05.2015

Weltnichtrauchertag

Ärzte fordern Schritte gegen E-Zigaretten

BERLIN. Medizinische Forschung und behandelnde Ärzte schließen sich beim Kampf gegen E-Zigaretten und E-Shishas kurz.

45 medizinische Fachgesellschaften, Ärzteverbände, Pharmazeuten und Angehörige von Pflegeberufen haben am Dienstag den Gesetzgeber zu einer schärferen Regulierung der vermeintlichen Trendprodukte aufgefordert.

Im Sinne eines präventiven Gesundheitsschutzes sollten nikotinhaltige und nikotinfreie E-Zigaretten gesetzlich gleich besteuert, ihr Einsatz in rauchfreien Zonen untersagt werden.

Zudem solle der Gesetzgeber für ein Verkaufsverbot beider Produktgruppen an Kinder und Jugendliche sorgen sowie ein umfassendes Werbeverbot für E-Zigaretten und herkömmliche Tabakwaren erlassen. Jugendministerin Manuela Schwesig hat gesetzliche Regelungen angekündigt.

Vertreter der Deutschen Krebshilfe und des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg räumten ein, dass noch keine seriösen Daten zur Schädlichkeit der E-Produkte vorlägen.

Es sei aber sicher, dass ihr Konsum gesundheitlich bedenklich sei. Krebsgefahr sei nicht ausgeschlossen. (af)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

Hausärzte zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »