Ärzte Zeitung online, 28.03.2018

Kommentar zum DHS Jahrbuch Sucht

Schulfach Gesundheit

Von Wolfgang  van den Bergh

vdb

Schreiben Sie dem Autor vdb@springer.com

Nicht zu Unrecht wird die Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von Krebs und Diabetes beklagt. Falsche Ernährung und Bewegungsmangel sind mit dafür verantwortlich.

Entscheidender sind aber die Faktoren, die nachgewiesenermaßen den Gesundheitszustand negativ beeinflussen, und das sind nun einmal das Rauchen und der Konsum von Alkohol.

Auch wenn beim Alkohol die Zahlen seit 1972 rückläufig sind, wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen festgestellt hat, scheint der Fortschritt in Sachen Prävention eine Schnecke zu sein. Das sehen Präventionsexperten übrigens ähnlich. Wer erinnert sich nicht an irgendeinen pfiffigen Präventions-Spot zum Thema Alkohol, der dann noch mit irgendwelchen Schockbildern garniert wird.

Doch kommt der bei denen an, für die er gemacht ist?

Das Thema Gesundheit und Prävention gehört auf den Stundenplan in allen Schulen. Nur so kann man die Chance erhöhen, mehr Jugendliche zu erreichen. Die Forderungen nach einer Verschärfung von Gesetzen, der Einschränkung von Werbung, von Preiserhöhungen und vielem mehr greifen viel zu kurz.

In den Köpfen der Jugendlichen sollte die Botschaft ankommen, dass "hackedicht" zu sein, uncool ist. Das kann man schlecht verordnen.

Lesen Sie dazu auch:
DHS Jahrbuch Sucht: Angehörige leiden besonders unter Alkoholkonsum

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Warum bei Dicken das Hirn hungert

Das Gehirn von schlanken und fettleibigen Personen reagiert unterschiedlich auf Energiezufuhr, so eine Studie. Und: Es gibt dabei eine Parallele zwischen Übergewicht und Depression. mehr »

"Je härter der Knoten, desto höher die Krebs-Wahrscheinlichkeit"

Schilddrüsenknoten werden immer häufiger diagnostiziert. Warum das so ist, welche Untersuchungen zur Abklärung nötig sind und welche Methode immer bedeutender wird, erläutert der Endokrinologe Prof. Matthias Schott. mehr »

Wenn Leitlinien in die Irre führen

Zum Vorgehen bei Patienten mit Mikro- oder Makrohämaturie gibt es verschiedene Empfehlungen – das schafft Unsicherheit. Forscher haben festgestellt, dass Krebs oft unentdeckt bleibt, wenn Ärzte nationalen Leitlinien folgen. mehr »