Ärzte Zeitung online, 04.05.2018

Tag der Handhygiene

Zeigt her Eure Hände

Kommentar von Wolfgang van den Bergh

vdb

Schreiben Sie dem Autor vdb@springer.com

Es liegt in Eurer Hand – passender hätte das diesjährige Motto der WHO zum internationalen Tag der Handhygiene nicht gewählt werden können. Es klingt wie eine Binse: Das wichtigste und effektivste Mittel, um die Verbreitung von Infektionen zu verhindern, ist eine sorgsame Handhygiene.

Das gilt insbesondere für so sensible Bereiche wie Kliniken, Pflegeheime und andere Gesundheitseinrichtungen. Und dabei geht es nicht nur darum, den Fokus auf multiresistente Keime zu legen, wie jetzt die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie mitteilt. Denn der größte Teil der Infektionen in Kliniken wird nicht durch multiresistente, sondern durch nicht-resistente Erreger verursacht.

So sind 85 bis 90 Prozent der Sepsisfälle durch nicht-resistente Staphylococcus-aureus-Bakterien bedingt. Und: Sie verlaufen gleichermaßen schwer wie die durch MRSA verursachten. In Umfragen werden Personal- und Zeitmangel als Gründe für schlechte Handhygiene angegeben. Unter diesem Aspekt bekommt der Mangel an Pflegekräften eine völlig neue Dimension.

Lesen Sie dazu auch:
Aktionstag für die Compliance: Lebensretter Handhygiene

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »