Ärzte Zeitung, 30.01.2013
 

Baden-Württemberg

Hausarztverträge laufen weiter

Die Krankenkassen im Südwesten setzen ihre Hausarztverträge fort - und zwar ohne Ausnahme. Der Hausärzteverband zeigt sich erfreut.

STUTTGART. Alle Krankenkassen in Baden-Württemberg setzen die Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung fort. Das gilt auch für Ersatz- und Betriebskrankenkassen, deren Verträge vom Schiedsamt festgelegt wurden, erklärte Verbandschef Dr. Bertold Dietsche der "Ärzte Zeitung".

Theoretisch hätten die meisten dieser Kassen die Option gehabt, die 73b-Verträge Ende 2012 mit Wirkung zum 1. September 2013 zu kündigen. Die AOK Baden-Württemberg hat den im Jahr 2008 geschlossenen Hausarztvertrag ohnehin bereits bis 2015 verlängert.

"Das ist eine gute Botschaft für Hausärzte", sagte Dietsche. "Offensichtlich ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Krankenkassen davon zu überzeugen, dass die HzV eine sinnvolle Versorgungsform ist", so der Verbandschef.

Ärger macht nach dem Wegfall der Praxisgebühr in manchen Fällen die Kooperation mit Fachärzten, heißt es in einem Rundschreiben des Hausarztverbands. Patienten sei in Facharztpraxen mitgeteilt worden, dass nun keine Überweisungsscheine mehr nötig sind.

In Einzelfällen hieß es sogar, die hausarztzentrierte Versorgung sei seit Jahresanfang beendet. Der Verband hat daher ein Plakat und einen Flyer vorbereitet. Das Paket werde kommende Woche an die Mitglieder verschickt, hieß es. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gegen Husten taugen Medikamente wenig

Abwarten und Tee trinken, mehr wollen US-Experten gegen erkältungsbedingten Husten nicht empfehlen. Allenfalls etwas Honig bei Kindern halten sie noch für geeignet. mehr »

Erst krebskrank, dann Hypertoniker

Überlebende von Krebserkrankungen in der Kindheit tragen ein erhöhtes Hypertonierisiko: Im Alter von 50 Jahren sind 70 Prozent betroffen. mehr »

Macht das Stadtleben krank?

Stadtluft kann Schizophrenie begünstigen, glauben Wissenschaftler. Ein Chefarzt der Charité fordert deshalb eine Public-Mental-Health-Strategie für urbane Räume. mehr »