Ärzte Zeitung, 04.06.2012

Hospizstiftung gegen organisierten Suizid

BERLIN (HL). Die Deutsche Hospizstiftung hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aufgefordert, nicht nur die gewerbsmäßige, auf Gewinnerzielung ausgerichtete Suizidbeihilfe unter Strafe zu stellen, sondern auch die geschäftsmäßige und auf Wiederholung angelegte Beihilfe zur Selbsttötung.

Patientenschützer befürchten, dass solche Beihilfe ein alltägliches Angebot und - weil immer leichter verfügbar - auf Betroffene Druck ausgeübt werden könnte.

Die Hospizstiftung verweist auf die Schweiz, wo gewerbsmäßige Hilfe zwar verboten ist, gleichwohl aber Suizidhilfe systematisch geleistet werde.

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