Ärzte Zeitung online, 08.02.2017
 

Saarland

Palliativstation für Jung und Alt gegründet

HOMBURG. Europa-Premiere im Saarland: An der Universitätsklinik Homburg ist erstmals eine Mehrgenerationen-Palliativstation eröffnet worden. Zehn Betten stehen zur Behandlung Sterbender – vom Säugling bis zum alten Menschen – zur Verfügung.

Das multiprofessionelle Team um den Leiter des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie, Professor Sven Gottschling, umfasst unter anderem Ärzte, Pflegefachkräfte, Sozialarbeiter, Therapeuten und Seelsorger. Insgesamt stehen damit 40 Spezialisten zur Verfügung, die aber auch an anderer Stelle im Homburger Uniklinikum eingesetzt werden können.

Bei der Eröffnung würdigten sowohl Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer als auch der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Michael Menger, die Palliativmedizin als Alternative zur aktiven Sterbehilfe. Kramp-Karrenbauer rief auch als Schirmherrin der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz dazu auf, unheilbar Kranke mit aller medizinischen Professionalität und menschlichen Zuwendung bis zu ihrem Ende zu begleiten. Menger plädierte dafür, neben der Lebenskultur auch eine Kultur des Sterbens zu entwickeln.

In aller Regel werden Kinder und Erwachsene bisher in getrennten Palliativstationen behandelt. Allerdings betreuen viele Kinderstationen auch Patienten weiter, wenn sie das Erwachsenenalter erreichen. (kud)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »