Ärzte Zeitung online, 14.11.2018

Datenreport

Lebenswelten von Kindern unterscheiden sich stark

BERLIN . Der Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert.

Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern geht es aber schlechter als anderen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Datenreport 2018 des Statistischen Bundesamtes hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

„Eltern, die über ein hohes Einkommen verfügen, tun sich leichter, eine gesunde Lebensweise zu finanzieren“, sagt Mareike Bünning vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

Mütter aus sozial schwachem Milieu rauchen häufiger in der Schwangerschaft, stillen weniger. Ihre Kinder haben häufiger psychische Probleme, treiben weniger Sport, ernähren sich ungesünder und sind häufiger übergewichtig.

Sie besuchen schlechtere Schulen, leben ungesünder und sind häufiger psychisch krank. Dass Kinder aus sozial schwachen Familien in Deutschland schlechtere Chancen haben, wird seit Jahren von Experten angeprangert.

Ein Blick in aktuelle amtliche Statistiken zeigt: Es tut sich zu wenig. Noch immer ist die Lebensqualität von Kindern stark durch die soziale Herkunft geprägt. (dpa)

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