Ärzte Zeitung, 12.04.2012

Sachsen-Anhalt: Neue SSB-Regeln

Sprechstundenbedarf: Neue Regelung in Sachsen-Anhalt

MAGDEBURG (zie). Die Verordnung von Sprechstundenbedarf in Sachsen-Anhalt ist seit dem 1. April einfacher geworden.

Die bisher gültige Aufteilung nach Behandlungsfällen für Primär- und Ersatzkassen entfällt jetzt. Darauf haben Krankenkassen und KV Sachsen-Anhalts (KVSA) geeinigt.

Die Abrechnung der jeweiligen Verordnungen erfolgt nur noch über einen Dienstleister. Sie ist somit einheitlich und einfacher geworden. "Außerdem nimmt sie Vertragsärzten die Angst vor möglichen Regressen", so KV-Vorstand Dr. Burkhard John.

Ende vergangenen Jahres hatten Ersatzkassen rund 17 Millionen Euro von Ärzten Sachsen-Anhalts zurückgefordert, weil die angeblich auch Impfstoffe für Versicherte von Primärkassen, wie AOK oder IKK, zu Lasten der Ersatzkassen verordnet hatten.

Hausärztechef Andreas Petri hatte damals kritisiert: "Fakt ist: Alle Stoffe wurden verimpft. Kein Arzt hat sich bereichert."

Seine Forderung nach einer transparenteren und einheitlicheren Abrechnung mit der vereinfachten Verordnung wurde nun erfüllt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »