Ärzte Zeitung, 09.11.2012

GOZ

Verfassungsbeschwerde eingereicht

BONN. Der Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDIZ EDI) hat nach eigenen Angaben am Mittwoch über die Kanzlei Ratajczak & Partner aus Sindelfingen beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) 2012 eingereicht.

Knackpunkt ist die nicht erfolgte Erhöhung des Punktwertes in der GOZ.

BDIZ EDI-Präsident Christian Berger sieht in der Nichtanpassung des Punktwertes nach eigenen Angaben einen gewichtigen Nachteil für Patienten.

Diese müssten oftmals große Summen dazubezahlen. Bei einer Anpassung des Punktwertes wäre dieser Effekt abgefedert. (maw)

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[14.11.2012, 15:10:20]
Dr. Gerd Mayerhöfer 
GOZ-Verfassungsbeschwerde
Wenn der Punktwert der GOZ nicht an die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung angepasst wird, bekommt der Zahnarzt jedes Jahr weniger Geld für die gleiche Leistung. Das kann auf die Dauer nicht ohne Auswirkung auf die Qualität der Behandlung bleiben. Daher ist die Vergütung der Zahnärzte untrennbar mit dem Patientenwohl verknüpft.

Der Zahnarzt muss sich notgedrungen stets irgendwie anpassen, wenn er wirtschaftlich überleben will. Der Hauptleidtragende ist am Ende zwangsläufig der Patient – wie man in anderen Ländern der Welt sieht.
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[09.11.2012, 14:24:34]
Bernhard Seuling 
Patientenfreund
Warum sagt er nicht einfach, dass es hier nur um mehr Geld für die Zahnärzte geht? Nein, da wird das Patientenwohl vorgeschützt! Verlogener gehts wohl nicht mehr.

Nichts dagegen, wenn die Zahnärzte mehr verdienen wollen, zahlen werden das aber immer die Patienten - entweder direkt oder über höhere Beiträge Ihrer Versicherungen. zum Beitrag »

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