Ärzte Zeitung, 15.01.2015

Verdacht

Abrechnungsbetrug bei Beschneidungen?

KÖLN. In allen KVen laufen laut KBV Plausibilitätsprüfungen bei Ärzten, die zulasten der Kassen Beschneidungen abgerechnet haben.

Nach einem Bericht von "NDR Info" steht eine Reihe von Arztpraxen unter dem Verdacht des Abrechnungsbetrugs, weil sie Beschneidungen nicht im notwendigen Umfang dokumentiert haben sollen.

Danach müssen 18 Praxen in Rheinland-Pfalz und zehn in Niedersachsen mehr als 650 000 Euro zurückzahlen.

Der Vorwurf, dass niedergelassene Ärzte unberechtigterweise religiös motivierte Beschneidungen als Kassenleistung abrechnen, ist in den vergangenen Jahren bereits häufiger erhoben worden. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »