Ärzte Zeitung online, 04.12.2015

Arthroskopie

Nur noch in wenigen Fällen GKV-Leistung

BERLIN. Ab Frühjahr 2016 gelten bei der Versorgung von GKV-Versicherten mit Gonarthrose deutliche Einschränkungen. Arthroskopien dürfen dann nur noch bei Patienten mit Traumata, akuten Gelenkblockaden und meniskusbezogenen Indikationen, bei denen die bestehende Gonarthrose lediglich als Begleiterkrankung anzusehen ist, als GKV-Leistung erbracht und über den EBM abgerechnet werden.

Für alle anderen Fälle hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) den Eingriff aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen.

Die Entscheidung basiert auf einer Auswertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG). Dieses hatte im Auftrag des GBA wissenschaftliche Studien zu verschiedenen arthroskopischen Verfahren bei Gonarthrose untersucht und dabei festgestellt, dass in vielen Fällen bei dem Eingriff das Risiko den Nutzen überwiegt (wir berichteten).

Dazu gehören laut KBV die Gelenkspülung, die Abtragung der Gelenkschleimhaut sowie die Knorpelglättung. Dem vorausgegangen war ein Prüfantrag durch den GKV-Spitzenverband.

Die Änderungen werden voraussichtlich am 1. April 2016 in Kraft treten, so die KBV. Bis dahin sei die Prüfung des Beschlusses durch das Bundesgesundheitsministerium höchstwahrscheinlich abgeschlossen. Und der Beschluss auch im Bundesanzeiger veröffentlicht. (reh)

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