Ärzte Zeitung, 21.09.2016

Westfalen-Lippe

Selektivverträge werden immer wichtiger

DORTMUND. Für die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe gewinnen Selektivverträge an Bedeutung. "Wir machen immer mehr Umsatz mit extrabudgetären Sonderverträgen, die von der KVWL abgeschlossen wurden", berichtete der 2. Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) bei der Vertreterversammlung in Dortmund.

Von 2012 bis 2015 habe sich der Honorarumsatz in diesem Bereich von 168 Millionen Euro um mehr als 42 Prozent auf 239 Millionen erhöht. Zum Vergleich: 2016 beläuft sich die mit den Krankenkassen ausgehandelte Gesamtvergütung auf 3,55 Milliarden Euro.

Für die Entwicklung der Zusatzverträge im laufenden Jahr gibt es noch keine Hochrechnung. Es habe sich aber wieder einiges getan, sagte Nordmann. "Ich bin mir deshalb sicher, dass der Honorarumsatz in diesem Bereich auch in diesem Jahr wieder im zweistelligen Bereich wachsen wird."

Es sei immer sein Credo gewesen, mit Selektivverträgen für möglichst viele Fachgruppen die Optionen für zusätzliches extrabudgetäres Honorar zu erweitern, sagte der KVWL-Vize.

Inzwischen gebe es ein breites Spektrum an Sonderverträgen wie das Amblyopie-Screening, die Betreuungsstruktur-Verträge, die erneuerte Impfvereinbarung, den Pflegeheim-Vertrag und die Versorgung von Asylbewerbern. "Damit werden einige Lücken geschlossen, die Patienten besser versorgt, und die Vertragspartner erhalten oft auch eine wirtschaftlichere Versorgung." (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Zwischen Trauer und Krankenversorgung

19:10Spanien steht unter Terror-Schock: Nach den Attacken in Barcelona und im Badeort Cambrils wurden die Verletzten in 15 Krankenhäusern in Barcelona und Tarragona behandelt. Die „Ärzte Zeitung“ berichtet fortlaufend über die Situation vor Ort. mehr »

3-D-Druck ersetzt Gips-Zahnabdrücke

Die 3-D-Technologie hat längst Einzug in die Medizin gehalten. In München gibt es eine volldigitale Kieferorthopädie-Praxis. Vom Scan bis zum 3-D-Druck des Zahnmodells läuft alles digital. mehr »