Ärzte Zeitung, 13.06.2014

Mammografie-Pfusch

KVNo bietet Anlaufstelle für Frauen

KÖLN. Angesichts der Auseinandersetzungen über das Mammografie-Screening in der Region Oberhausen/Essen/Mülheim hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) eine zentrale Anlaufstelle für Frauen benannt, die eine erneute Befundung wünschen.

Sie können sich an das Referenzzentrum Mammografie in Münster wenden. Über die Finanzierung der Befundungen und weitere Fragen verhandelt die KVNo noch mit den Krankenkassen. Sie tritt zunächst in Vorleistung.

Die KVNo hat einem Essener Radiologen den Versorgungsauftrag als Programmverantwortlicher Arzt im Screening entzogen und liegt mit ihm im Rechtsstreit. Das Münsteraner Referenzzentrum hatte dem Mediziner die Rezertifizierung verweigert, äußert sich aber nicht zu den Gründen.

Nach den Berichten über angebliche Qualitätsmängel beim Screening haben sich mehr als 50 Frauen bei der KVNo gemeldet. 25 wünschten eine Nachbefundung oder eine Nachuntersuchung nach einer Biopsie.

Weitere Frauen sind zur Nachuntersuchung in der Essener Screening-Einheit oder in Essener Kliniken gegangen. Bei ihnen wurden bislang keine auffälligen Befunde festgestellt, teilt die KVNo mit. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Natürliche Cholesterinsenker" bei Statin-Intoleranz?

Nahrungsergänzungsmittel als "natürliche Cholesterinsenker" sind umstritten. Bei Patienten mit Statinunverträglichkeit können sie aber hilfreich sein. Was empfehlen Experten? mehr »

Bei der Digitalisierung viel Luft nach oben

Die KBV hat nachgefragt, was sich in Sachen Digitalisierung in den Arztpraxen schon getan hat. Fazit: Manches ist schon umgesetzt. Wo sind noch ungenutzte Chancen? mehr »

Forscher entdecken Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben

12.43Eine Pilotstudie hat winzige Plastikpartikel in menschlichen Stuhlproben gefunden – weltweit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat unterdessen eine erste Stellungnahme abgegeben. mehr »