Ärzte Zeitung online, 01.03.2017

Sachsen-Anhalt

Patient stirbt nach Verbrühung im Pflegeheim

HALLE. In einem Pflegeheim in Sachsen-Anhalt sollen zwei Mitarbeiterinnen einen 79-Jährigen in einer Badewanne mit viel zu heißem Wasser allein gelassen haben. Der Rentner erlitt bei dem Vorfall in Allstedt Verbrühungen und starb wenig später im Brandverletztenzentrum in Halle. Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt jetzt gegen die Pflegerinnen wegen fahrlässiger Tötung, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.

Eine Obduktion solle die genaue Todesursache klären. Untersucht werde, ob die Verbrühungen dabei eine Rolle spielten.Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass der 79-Jährige die Wassertemperatur selbst erhöht hat. Er sei nach einem Insult halbseitig gelähmt gewesen und habe nicht mehr sprechen können. Deshalb habe er sich auch nicht bemerkbar machen können. (dpa)

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