Ärzte Zeitung, 10.06.2016

Montagsmüdigkeit?

Warum am Wochenanfang die meisten Berufsunfälle passieren

Noch müde vom Wochenende? Statistisch gesehen passieren montags die meisten Arbeitsunfälle – und das nicht nur im Arbeitsalltag.

BGW: Montag gefährlichster Tag für Arbeitskräfte

Ein Grund Montag zu hassen, wie Comic-Figur Garfield es tut? Arbeitsunfälle nehmen zum Wochenende hin kontinuierlich ab.

© [M] ernsthermann / Fotolia

HAMBURG. Im vergangenen Jahr wurden der der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) aus ihren Mitgliedsbetrieben über 20.000 Arbeits- und Wegeunfälle gemeldet, die sich an einem Montag ereigneten. Damit lag der Wochenbeginn wie in den Jahren zuvor in der BGW-Unfallstatistik ganz vorne, heißt es in einer Mitteilung.

Darauf folgten der Dienstag mit rund 19.300 und der Mittwoch mit rund 19.200 Unfällen. Im weiteren Wochenverlauf gingen die Zahlen laut BGW noch weiter zurück. Berücksichtigt wurden dabei Unfälle, die mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit nach sich zogen.

Montagsmüdigkeit: Innere Uhr durcheinander vom Wochenende

Besonders hoch waren die Unfallzahlen laut BGW am Montagmorgen und -vormittag - und zwar nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch im Berufsalltag selbst. "Das deutet darauf hin, dass sich hier die sogenannte Montagsmüdigkeit bemerkbar macht", erklärt Jutta Lamers, Präventionsleiterin der BGW.

"Viele Menschen schlafen am Wochenende später und länger als unter der Woche. Dadurch verschiebt sich die innere Uhr. Der Körper gerät dann unter Umständen in Startschwierigkeiten, wenn der Tag wieder früher beginnen soll." (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »