Ärzte Zeitung online, 27.07.2018

Digitalisierung

Axa bietet e-Patientenakte per App

Kunden der Axa Krankenversicherung können über eine App auf ihre Patientenakte zugreifen.

KÖLN. Die Axa Krankenversicherung stellt ihren vollversicherten Kunden als Teil des Angebots "Meine Gesundheit" die Inhalte ihrer elektronischen Patientenakte jetzt auch per App zur Verfügung. Die Versicherten haben damit über ihr Smartphone oder das Tablet Zugriff auf die in der Akte gespeicherten Informationen, Befundberichte oder Röntgenbilder — und können sie somit auch Ärzten zur Verfügung stellen.

"Dies führt für alle Beteiligten zu einer deutlichen Vereinfachung des gesamten Versorgungsprozesses", sagt Klaus-Dieter Dombke, Leiter Strategisches Leistungs- und Gesundheitsmanagement bei Axa.

Die Kunden können die Akte weiterhin über das gleichnamige elektronische Portal nutzen. "Meine Gesundheit" ist eine gemeinsame Entwicklung der Axa und der Compugroup Medical (CGM). Seit Sommer 2017 sind die Debeka und die Versicherungskammer Bayern beteiligt. "Ein weiteres PKV-Unternehmen hat großes Interesse", sagt Dombke der "Ärzte Zeitung". Die Architektur von "Meine Gesundheit" stehe zudem auch gesetzlichen Krankenkassen offen.

Bei dem System gebe es einen wichtigen Unterschied zu den anderen elektronischen Gesundheitsakten, sagt Dombke. "Es ist die einzige Lösung, die eine direkte Anbindung an die Arztpraxen hat." Rund 60.000 Ärzte haben über ihre Praxissoftware Zugriff auf die Funktionen der Life-Akte von CGM. Angeschlossen an "Meine Gesundheit" haben sich bei der Axa bislang 6100 Ärzte und 85.000 Kunden. Die Kunden können die in der Akte gespeicherten Daten aber auch Ärzten zur Verfügung stellen, die nicht mit einer CGM-Software arbeiten, betont er.

 Dafür müssen die Versicherten die Daten, die in der sicheren CGM-Cloud gespeichert sind, über die App hochladen. Axa und CGM haben die neue Anwendung mit Ärzten erprobt, berichtet der Axa-Manager. Zwar sei der Umgang mit der App zunächst ungewohnt, die Ärzte seien aber von der guten Qualität überrascht gewesen, etwa bei der Auflösung der Röntgenbilder. (iss)

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