Ärzte Zeitung App, 17.09.2014

E-Card

Machen sich Ärzte als Anwender strafbar?

ESSEN. Beim Ausgeben der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wurde der Datenschutz verletzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Gutachten der Freien Ärzteschaft.

Das Problem: Jeder könne ein falsches Foto einsenden, auch die Unterschrift werde nicht geprüft. Ärzte, die die eGK anwenden, würden die Schweigepflicht brechen und Gefahr laufen, sich strafbar zu machen, so der Verband.

Der GKV-Spitzenverband weist die Vorwürfe zurück. Im Sozialgesetzbuch V Paragraf 291 ist festgelegt, das die eGK neben der Unterschrift ein Lichtbild des Versicherten enthält.

Allerdings beinhalte das Gesetz keine Identitätsfeststellung des Versicherten, sagt eine Sprecherin des GKV-Spitzenverbandes auf Anfrage der "Ärzte Zeitung". Die Ausgabe sei daher rechtskonform erfolgt. (mh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »

Sinken die Konnektor-Preise?

Wie werden sich die Preise für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur entwickeln, wenn dann vier Konnektoren auf dem Markt sind? Die Selbstverwaltung hofft auf sinkende Preise - doch ob das so kommt, ist fraglich. mehr »