Ärzte Zeitung online, 27.07.2012

Telemedizin

Bayern gründet Allianz

Mehr Koordination für die Telemedizin: Bislang gibt es in Bayern zig Einzelprojekte und Netze. Jetzt will der Freistaat sie mit einem neuen Zentrum bündeln.

INGOLSTADT (sto). Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml hat am Mittwoch den Startschuss für das Bayerische Zentrum für Telemedizin "TelemedAllianz" in Ingolstadt gegeben.

Die "TelemedAllianz" solle die Initiativen auf dem Gebiet der Telemedizin in Bayern koordinieren und bündeln, Mediziner flächendeckend informieren und die Versorgung der Patienten im ländlichen Raum stärken, erklärte Huml bei der Gründungsfeier.

Das neue Zentrum ist unter anderem als Anlaufstelle für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte gedacht, die via Telemedizin Expertenmeinungen oder Therapieempfehlungen einholen wollen.

In Bayern gibt es derzeit fünf Telemedizin-Netze und rund 45 Einzelprojekte. Als wegweisend gelten die Netzwerke zur Schlaganfall- und Herzinfarktversorgung.

Die "TelemedAllianz" solle auch Ansprechpartner für Krankenkassen und Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitsbereich sein, hieß es.

Für Patienten soll ein Internetportal eingerichtet werden, das über die Chancen der Telemedizin informieren und Fragen der Internetnutzer beantworten soll. Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert den Aufbau der "TelemedAllianz" mit rund 290.000 Euro.

Topics
Schlagworte
Telemedizin (2531)
Organisationen
Allianz (1194)
Krankheiten
Schlaganfall (3294)
Personen
Melanie Huml (165)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »