Ärzte Zeitung, 22.01.2010

Geldautomaten werden bald nachgerüstet

BERLIN (ots). Nachdem bei vielen Karten mit integriertem Chip an Bankautomaten massive Probleme aufgetreten waren, arbeiten die Banken jetzt an Update-Lösungen. Das Update für Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken soll in der ersten Februarwoche an ersten Geldautomaten zur Verfügung stehen. Bis Mitte Februar würden die 18  000 genossenschaftlichen Geldautomaten umgerüstet, melden die Banken. Rund 15 Prozent der von Genossenschaftsbanken ausgegebenen EC-Karten tragen den mit einem Herstellerfehler versehenen Chip und werden über das praktische Chip-Update am Geldautomaten wieder repariert sein. Bei über der Hälfte der Genossenschaftsbanken sind die Zahlungskarten überhaupt nicht betroffen. Kreditkarten im genossenschaftlichen Finanz-Verbund funktionieren vollständig reibungslos, da sie den Chip eines anderen Herstellers tragen.

Die Korrektur des fehlerhaften Karten-Chips erfolgt nach Angaben der Banken automatisch und innerhalb weniger Sekunden, während der Kunde seine Karte am Geldautomaten einsetzt: Ein Begrüßungsbildschirm informiere, dass dieser Automat fehlerhafte Chipkarten aktualisiert. Nach der PIN-Eingabe erfährt der Kunde, ob seine Karte einen fehlerhaften Chip enthält. Wenn ja, korrigiert der Geldautomat den Fehler mit der Bildschirmanzeige: "Ihre Chip-Karte wird aktualisiert". Anschließend erscheint eine Information über die erfolgreiche Aktualisierung der Karte und die Bargeldauszahlung kann wie gewohnt abgeschlossen werden. Kunden, deren Karte in Ordnung ist, erhalten eine entsprechende Meldung. Für Karteninhaber anderer Institute ändert sich nichts. Sie können den Geldautomaten wie gewohnt mit ihrer Karte nutzen.

Die Sicherheit der Karte bleibt gewahrt, insbesondere werden beim Update keine sicherheitsrelevanten Daten ausgetauscht oder verändert. Die Kommunikation zwischen Karte und System wird bei beiden Wegen mit den bewährten Verschlüsselungsverfahren abgesichert. Dabei wird unter anderem die Echtheit der Karte überprüft. Der Inhalt der Kommunikation kann nicht verändert werden. Es ist also auch für Dritte nicht möglich, sich in diese Kommunikation einzuschalten, Kartendaten in ihrem Sinne zu verändern oder kryptographische Schlüssel zu ermitteln. Die veränderten Daten im Chip sind nicht sicherheitskritisch und es ist sichergestellt, dass darüber hinaus keine weiteren Anpassungen vorgenommen und auch weiterhin keine nicht autorisierten Zugriffe möglich sind.

Kunden, die sehr kurzfristig ins Ausland fahren wollen, aber keine Kreditkarte besitzen und daher ihre girocard (EC-Karte) dort einsetzen müssen, könnten sich an ihre Volksbank oder Raiffeisenbank wenden, heißt es in der Mitteilung weiter. Sie erführen dort, ob ihre Karte betroffen ist, und erhielten bei Bedarf eine neue fehlerfreie girocard-Ersatzkarte (EC-Karte).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So hoch ist die Lebenserwartung in der Welt

Wer als Junge in Deutschland geboren wird, darf sich im Schnitt auf 78 Jahre freuen. Wie hoch ist die Lebenserwartung in anderen Ländern der Welt? Wir geben die Antwort. mehr »

Pflege-Eigenanteil deckeln!

16:41Viele Bürger beklagen, dass Pflegeheime teuer sind, berichtet die DAK in ihrem Pflegereport. Kassenchef Storm schlägt nun vor, den Eigenanteil zu beschränken. Das entflammt eine neue Debatte über die Pflege-Finanzierung. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »