Ärzte Zeitung, 19.10.2015

PLATOW-Empfehlung

Analysten sehen Munich Re als solide Anlage

Neu-Isenburg. US-Starinvestor Warren Buffett hat seinen Anteil an Munich Re von zwölf Prozent auf unter zehn Prozent reduziert. Insgesamt realisiert er mit dem Schachzug nach sieben Jahren einen üppigen Gewinn von insgesamt bis zu 80 Prozent.

Der Strategiewechsel des Amerikaners muss Anlegern indes keine Sorgen bereiten. Er könnte auch Diversifizierungsüberlegungen des Großinvestors geschuldet sein, ist dieser doch überdurchschnittlich stark im Rückversicherungsbereich investiert.

Die Auswirkungen auf den Münchener Konzern dürften erst einmal begrenzt sein. Insgesamt leidet die Munich Re zwar unter einem Preisverfall auf ihren Zielmärkten, dieser dürfte sich aber im Jahr 2016 entschleunigen. Zudem sind die Bayern sehr aktiv bei der Identifizierung von neuen Schadensereignissen, was mittelfristig die Erschließung neuer Geschäftsfelder ermöglicht.

Im Jahr 2016 könnte der Nettogewinn um drei bis vier Prozent zurückgehen. In der Folgeperiode sehen die Analysten (Thomson) aber einen stabilen Gewinn je Aktie. Mit einem 2016er- und 2017er-KGV von jeweils zehn ist der Titel solide bewertet.

Im kommenden Jahr dürften acht Euro je Aktie ausgeschüttet werden, was einer Dividendenrendite von 4,8 Prozent entspricht. Anleger greifen daher mit Stopp bei 148 Euro zu.

Chance: *** Risiko: ** ISIN: DE0008430026

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (11035)
Organisationen
Munich Re (29)
Thomson (29)
Personen
Warren Buffett (36)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »