Ärzte Zeitung, 07.11.2016

WHO

Digitale Werbung für Junk-Food macht Kinder dick

KOPENHAGEN. Werbung für ungesundes Essen in digitalen Medien fördert nach einem neuen Report Übergewicht bei Kindern. Weil Kinder dieser immer stärker ausgesetzt seien, müsse sie unbedingt besser reguliert werden, warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Europäische Region am Freitag in Kopenhagen.

"Wir beobachten immer wieder, dass Kinder – unsere ungeschützteste Gruppe – unzähligen versteckten digitalen Marketing-Techniken ausgesetzt sind, die Lebensmittel mit viel Fett, Zucker und Salz bewerben", sagte die WHO-Direktorin für Europa, Zsuzsanna Jakab, laut einer Mitteilung. Eltern unterschätzten diese Gefahr häufig.

Das liege auch daran, dass Anzeigen oft, etwa in den sozialen Medien, individuell zugeschnitten seien, und Eltern andere Werbung angezeigt bekämen als ihre Kinder. Ein Viertel aller Schulkinder in Europa ist nach WHO-Schätzungen übergewichtig oder fettleibig. Die Regierungen in der Europäischen Region rief die Organisation auf, Kinder durch Gesetze zum Online-Marketing besser zu schützen. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Vergessen Sie keine Labor-Kennnummer!

Mit der Laborreform haben sich Änderungen bei den Ausnahmekennnummern ergeben. Um nicht den Wirtschaftlichkeitsbonus zu gefährden, sollten Sie die neuen Regeln kennen - und insbesondere auf drei Punkte achten. mehr »

Ärzte wehren sich gegen Mehrarbeit für lau

Etwas mehr Geld für Hausbesuche, aber kaum mehr für die Ausweitung der Mindestsprechstunden - das bieten die Kassen an. Die Ärzte gehen auf die Barrikaden. mehr »