Ärzte Zeitung, 29.08.2011

Uniklinikum Heidelberg erzielt 2010 Gewinn

HEIDELBERG (maw). Das Universitätsklinikum Heidelberg hat das Geschäftsjahr 2010 nach eigenen Angaben mit einem Gewinn in Höhe von 6,6 Millionen Euro abgeschlossen.

Die Zahl der vollstationären Patienten sei 2010 im Vergleich zu 2009 um rund 6000 auf etwa 61.000 angestiegen. Die Klinik führt das auf die Integration der Orthopädischen Klinik im Heidelberger Stadtteil Schlierbach zurück.

Die Zahl ambulanter Patienten sei von rund 192.000 auf etwa 218.000 gestiegen. Wie das Universitätsklinikum in seinem Geschäftsbericht für 2010 schreibt, sei sei im vergangenen Jahr mit der Eröffnung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) sowie großen Bauprojekten wie der Frauenklinik und dem Pathologischen Institut die Modernisierung des Campus vorangetrieben worden.

Auf die Notwenidgkeit, Gewinne zu erwirtschaften, weist die Kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan hin: "Aufgrund der angespannten Situation der öffentlichen Haushalte sind wir darauf angewiesen, Gewinne zu erwirtschaften und Rücklagen zu bilden."

Die eingeworbenen Drittmittel seien auf die Rekordsumme von rund 73,3 Millionen Euro gesteigert worden. Damit gehöre das KLinikum zu den drittmittelstärksten Universitätsklinika in Deutschland. Der Landeszuschuss inklusive Investitionen sei indes im gleichen Zeitraum gestiegen - und zwar von rund 104 auf rund 111 Millionen Euro.

Die Verlängerung der durchschnittlichen Verweildauer von 7,2 auf 7,6 Tagen wertet die Klinik als Ausdruck der immer komplexeren Krankheitsfälle in Heidelberg.

Die meisten Patienten kämen aus Baden-Württemberg (71,7 Prozent), gefolgt von Hessen (13,3 Prozent) und Rheinland-Pfalz (9,66 Prozent). Der Anteil von Patienten aus dem Ausland habe 1,9 Prozent betragen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »