Ärzte Zeitung, 19.03.2013
 

Falsche Arztbriefe

Polizei ermittelt an Uniklinik Kiel

KIEL. Polizei und Staatsanwaltschaft Schleswig-Holsteins suchen einen Betrüger, der mit gefälschten Arztbriefen aus dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) Patienten täuscht und daraus Profit schlagen will. Bislang sind zwei Fälle bekannt.

In den Briefen ist laut UKSH-Sprecher Oliver Grieve "alles gefälscht". Den Patienten wird eine falsche Diagnose mitgeteilt. Zugleich werden ihnen Therapien über eine Frankfurter Telefonnummer angeboten.

Laut "Kieler Nachrichten", die über die Betrugsmasche berichteten, gehen die Ermittler davon aus, dass den Patienten Medikamente verkauft werden sollen.

Wie die Betrüger der in fehlerhaftem Deutsch abgefassten Briefe an die Patientendaten aus dem UKSH gelangen konnten, ist noch unklar.

In beiden bislang bekannt gewordenen Fällen waren die Adressaten tatsächlich am UKSH behandelt worden. Das Klinikum überprüft derzeit seine Computersysteme auf unerlaubte Zugriffe. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel durch den GBA finden bei Ärzten bisher oft nur wenig Beachtung. Ein Arztinfo-System soll das ändern. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt einen Prototypen präsentiert. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »