Ärzte Zeitung online, 25.11.2013

In Schwentinental

Versorgung junger Epileptiker auf Norddeutsch

Das Norddeutsche Epilepsiezentrum hilft vielen Kindern und Jugendlichen, die als therapieschwierig gelten. Doch der Erfolg hat auch eine Kehrseite.

Von Dirk Schnack

Versorgung junger Epileptiker auf Norddeutsch

Bei einem jungen Mädchen wird mit einer Elektroenzephalografie die Gehirnaktivität gemessen.

© mujdatuzel / iStockphoto

SCHWENTINENTAL. Junge Epilepsiepatienten mit dicker Akte, denen in anderen Einrichtungen nicht geholfen werden konnte, kommen oft ins Norddeutsche Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche nach Schwentinental bei Kiel. Es ist das einzige dieser Art in Norddeutschland.

Das Ärzteteam um Leiterin Dr. Sarah von Spiczak behandelt rund 555 Patienten im Jahr, fast ein Drittel von ihnen gilt woanders als "therapieschwierig", wie Verwaltungschef Jörn-Dieter Korsch berichtet.

Doch auch sie bleiben mittlerweile im Durchschnitt nur noch elf Tage, die anderen Patienten sechs Tage - die Verweildauern haben auch für Epilepsiepatienten rapide abgenommen.

Auch Beratung und Schulung für betroffene Eltern

Das Zentrum in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übernimmt die epilepsiespezifische Diagnostik, Therapieplanung und -einleitung inklusive neuropsychologischer Abklärung seiner Patienten.

Neben Pflege und Betreuung der jungen Patienten und unterstützenden psychologischen und pädagogischen Maßnahmen bietet es betroffenen Eltern auch Beratung und Schulung.

Ziel ist es, besser auf einen Anfall und Kontrollverlust vorzubereiten. Aber: "Wir schauen nicht nur auf den Anfall, sondern ganzheitlich auf Mensch und Familie", sagt von Spiczak.

Wie das Behandlungskonzept im Norddeutschen Epilepsiezentrum aussieht und welche Kehrseite der Erfolg hat, lesen Sie exklusiv in unserer App-Ausgabe vom 25.11.2013.

Jetzt auch auf Android lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

„Opioide niemals als Add-on-Therapie!“

Für die Dauertherapie bei mittleren bis starken Schmerzen gibt es keine verträglicheren Analgetika als retardierte Opioide, betont Schmerzmediziner Norbert Schürmann. Daneben kritisiert der Schmerzexperte die Fixiertheit auf Morphin. mehr »