Ärzte Zeitung online, 24.12.2013
 

Fresenius/Rhön

Übernahme schon in wenigen Monaten

Ein Klinikriese entsteht: Fresenius rechnet mit einer baldigen kartellrechtlichen Freigabe des Erwerbs von 43 Krankenhäusern aus dem Rhön-Verbund. Einige Häuser könnten allerdings außen vor bleiben.

Fresenius will Erwerb der Kliniken von Rhön bald abschließen

Der Name ist Programm: Fresenius, der Gesundheitskonzern.

© Frank Rumpenhorst / dpa

NEU-ISENBURG. Der Vollzug des zwischen Fresenius Helios und der Rhön-Klinikum AG geschlossenen Kaufvertrags über 43 Kliniken und 15 Medizinische Versorgungszentren steht offenbar kurz bevor. Das geht aus Pressemitteilungen beider Unternehmen hervor.

Das Unternehmen Fresenius Helios rechnet mit der kartellrechtlichen Freigabe und dem Abschluss des Großteils der Transaktion im ersten Quartal 2014.

Von Rhön verlautet derweil, auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen von Seiten der Kartellbehörden, dass das Bundeskartellamt das eingeleitete Hauptprüfverfahren bezüglich der Transaktion mit Fresenius Helios Anfang 2014 abschließen und die Transaktion dann freigeben werde.

Der Rhön-Vorstand gehe davon aus, dass aufgrund von Auflagen des Kartellamts nur wenige Häuser von der Transaktion ausgenommen werden müssen. Diese würden bei der Gesellschaft verbleiben oder könnten freihändig verkauft werden.

Aktionäre können über die Verkaufserlöse entscheiden

Rhön beabsichtigt daher weiterhin, den Verkauf in großen Teilen für das Geschäftsjahr 2013 bilanziell wirksam werden zu lassen. Damit würde den Angaben zufolge zugleich die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Hauptversammlung im Juni 2014 eine verbindliche Entscheidung über die Mittelverwendung treffen kann.

Auf dieser Grundlage strebe der Vorstand unverändert an, der Hauptversammlung 2014 eine Auskehrung vorzugsweise im Wege eines Aktienrückkaufs vorzuschlagen.

Fresenius erwartet unverändert, dass sich die Transaktion ohne Berücksichtigung von Einmalaufwendungen in Höhe von 80 Millionen Euro bereits in den ersten zwölf Monaten nach Abschluss positiv auf das Ergebnis je Aktie auswirken wird.

Ab dem zweiten Jahr soll sie unter Berücksichtigung von Einmalaufwendungen deutlich positiv zum Ergebnis je Aktie beitragen.

Zur Erinnerung: Am vergangenen Freitag hatten sich Fresenius, der Klinikkonzern Asklepios und der Medizinproduktehersteller B.Braun grundsätzlich über eine weitere Zusammenarbeit geeinigt und alle Rechtsstreitigkeiten über den Rhön-Erwerb aus dem Weg geräumt. (ger)

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