Ärzte Zeitung online, 20.05.2014

Kein Interesse

Fresenius will nicht noch mehr von Rhön schlucken

FRANKFURT/MAIN. Der Healthcare-Konzern Fresenius hat kein Interesse, die übrigen Kliniken der Rhön Klinikum AG auch noch zu übernehmen. Konzernchef Dr. Ulf Schneider erklärte auf der Hauptversammlung des Unternehmens Ende voriger Woche in Frankfurt, man habe derzeit keine Pläne, Rhön zu erwerben.

Fresenius hatte voriges Jahr 40 Kliniken aus dem Rhön-Verbund für drei Milliarden Euro erworben, nachdem eine Übernahme des Gesamtkonzerns 2012 gescheitert war. Schneider äußerte die Überzeugung, dass das Kartellamt eine Komplettübernahme ohnehin nicht genehmigen würde.

Dem Mitte März angekündigten 1:3-Split der Fresenius-Aktie stimmte die Hauptversammlung mit 99,48 Prozent der anwesenden Stimmen zu. "Wir möchten mit diesem Schritt den Handel mit unserer Aktie fördern", kommentierte Schneider, den Schnitt.

"Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sich der Kurs der Aktie mehr als verdreifacht. Ein niedriger Stückpreis wird die Fresenius-Aktie für breite Anlegerkreise noch attraktiver machen."

Im Februar hatte Konzern-Chef Schneider angekündigt, Fresenius werde bis 2017 auf 30 Milliarden Euro Jahresumsatz kommen und auf einen Gewinn in der Größenordnung 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro.

Bei der jüngsten Aktionärsversammlung bekräftigte Schneider seine Prognose: "Fresenius erfüllt alle Voraussetzungen, um diese Ziele zu erreichen. Die Rahmenbedingungen für unser Unternehmen bleiben positiv. In nahezu allen Märkten steigt die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen stetig". (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hoffnung für Leukämiepatienten

In den USA steht die erste Gentherapie zur Behandlung von Krebskranken vor der Zulassung. Auch in Deutschland dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis es so weit ist. mehr »

Kaugummi erkennt Infektionen im Mund

Ein neuer Kaugummi-Schnelltest soll künftig dabei helfen, bakterielle Entzündungen früh im Mund zu erkennen. Die Idee ist so einfach wie hilfreich: Durch Kauen erkennt der Patient selbst, ob es ein Problem gibt. mehr »

Zwangsbehandlung nur als letztes Mittel

Das Bundesverfassungsgericht setzt enge Vorgaben für die Behandlung von nicht einsichtsfähigen Patienten gegen ihren Willen. Die Richter fordern ein Gesetz, das die Voraussetzungen für eine Zwangsbehandlung klar benennt. mehr »