Ärzte Zeitung online, 20.10.2017

Berlin

Charité erweitert Pädiatrie

Die Charité will ihr Transplantationsprogramm von Leber und Niere bei Kindern stärken und ausbauen.

BERLIN. Die Berliner Uniklinik Charité hat einen Schwerpunkt für Kinder-Gastroenterologie, Kindernephrologie und Transplantationsmedizin bei Kindern geschaffen. Die Charité will mit der neu geschaffenen Klinik unter anderem das Transplantationsprogramm von Leber und Niere bei Kindern stärken und ausbauen. Das soll unter Einbindung der operativen und konservativen Kliniken der Charité erfolgen. Denn die Kindergastroenterologie sei auf eine enge Vernetzung mit anderen Fachdisziplinen angewiesen.

Die Leitung der neuen Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Nephrologie und Stoffwechselerkrankungen am Campus Virchow-Klinikum der Charité hat Professor Philip Bufler zum 1. Oktober angetreten. Der 50-Jährige war zuletzt maßgeblich an der Entwicklung und Koordination des Kinderlebertransplantationsprogramms der Münchner Uniklinik beteiligt.

Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. "Eines der nächsten Ziele wird es sein, die Arbeiten zum Einfluss des Mikrobioms, auf die Entzündungsaktivität chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen im Kindesalter auszuweiten", sagt Bufler. Zudem will er die Medizinerausbildung an den Kinderkliniken der Charité neu aufstellen. Nachwuchswissenschaftler sollen als Clinician Scientists in die Forschung einsteigen können. "Auf diese Weise können wir auch in Zukunft eine hochkompetente Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit gastroenterologischen und hepatologischen Erkrankungen in Berlin und Brandenburg sicherstellen", meint Bufler. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »