Ärzte Zeitung online, 09.02.2017
 

Arab Health

MedTech zieht positive Bilanz der Messe

Die deutsche Medizintechnikbranche hofft nach der Arab Health in Dubai auf große Nachfrage nach ihren Produkten in den Golfstaaten.

DUBAI/MÜNCHEN. Die deutschen Medizintechnikanbieter ziehen ein positives Feedback der diesjährigen Ausgabe der Arab Health in Dubai. Auf der weltweit zweitgrößten Medizinmesse präsentierten vor Kurzem rund 4400 Aussteller aus aller Welt ihre Produkte und Systemlösungen. Traditionell gaben sich auch wieder viele politische Vertreter aus Deutschland die Ehre und besuchten die Messe am Persischen Golf – so auch die baden-württembergische Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz.

Sie besuchte unter anderem den Gemeinschaftsstand von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Clustern und Netzwerken sowie vier Gesundheitsregionen. "HighTech-Lösungen unter Einsatz von digitalen Technologien werden auch im Gesundheitsbereich weltweit immer wichtiger. Für unsere innovativen Unternehmen und hervorragenden Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg ist das ein großes Potenzial", zog Schütz ihr Fazit.

Am offiziellen Stand der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) informierte sie sich laut Ministerium über die ambitionierten Plänen der VAE zum Ausbau des Gesundheitswesens. Unter anderem wollen die Emirate verstärkt in die Onkologie und Kardiologie investieren, um Abwanderungen von einheimischen Patienten in Drittländer aufgrund limitierter Kapazitäten zu verhindern. Gleichzeitig würde so der Medizintourismus in den VAE gestärkt. Auch die anderen arabischen Staaten lassen sich nicht lumpen und investieren große Summen in die meist Medical City genannten medizinischen Spitzenzentren.

In den Staaten des Golfkooperationsrates soll der Gesundheitsmarkt von derzeit 40,3 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2020 auf 71,3 Milliarden US-Dollar wachsen, wie es jüngst in München auf dem arabisch-deutschen Gesundheitsforum der Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry hieß.

Mit mehr als 100 baden-württembergischen Unternehmen sei ein Viertel aller deutschen Unternehmen auf der Fachmesse aus dem Südwesten gekommen. Neben Medizintechnikfirmen waren auch Forschungseinrichtungen und die Vermarktungsgemeinschaft der vier Gesundheitsregionen Schwarzwald, Freiburg, Konstanz und Rhein-Neckar vertreten.

Neben den USA ist Deutschland der führende Medizintechniklieferant auf dem VAE-Markt. Insgesamt liegt Deutschland auf Platz vier der Hauptlieferländer der VAE und konnte seine Exporte in die VAE stark ausbauen. Die deutsche Statistik meldet für 2015 gegenüber 2014 ein Plus von 29 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika-Sondierer opfern paritätische Finanzierung

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »