Ärzte Zeitung, 29.07.2008
 

KOMMENTAR

Wettbewerbsvorteil Altersvorsorge

Von Herbert Fromme

Den derzeit viel diskutierten demografischen Wandel - das Kernstück dabei ist die Alterung unserer Gesellschaft - spüren die Ärzte in vielfacher Weise, auch bei ihren Mitarbeiterinnen.

Künftig wird es durch den Fachkräftemangel noch schwerer, gute Medizinische Fachangestellte zu finden, die den hohen Anforderungen der modernen Praxis genügen und dazu noch freundlich und kommunikativ-kompetent mit Patienten umgehen können.

Der Wettlauf der Arbeitgeber um motivierte, intelligente Medizinische Fachangestellte nimmt zu. Da ist die private Altersvorsorge, die als Branchenlösung zwischen den Tarifpartnern vereinbart wurde, ein Pluspunkt für die Ärzte. Die Erfahrung aus anderen Branchen und dem Ausland zeigt: Eine Altersvorsorge, die vom Arbeitgeber gefördert wird, steigert die Betriebsloyalität der Mitarbeiter spürbar - ganz abgesehen davon, dass sie angesichts der immer weiter sinkenden Renten auch sinnvoll ist. Sie gehört zur Fürsorge, zu der jeder niedergelassene Arzt als Arbeitgeber verpflichtet ist.

In diesen Zusammenhang gehört die sorgfältige Auswahl von Anbietern und Modellen. Dabei sollte sich jeder Arzt gut beraten lassen und nicht das erstbeste Angebot abschließen, weil es so bequem ist. Denn stellt sich heraus, dass die gewählte Altersvorsorge der Praxis für ihre Mitarbeiterinnen deutlich schlechtere Erträge liefert als die einer Nachbarpraxis, schlägt das auf den Arzt zurück. Als Arbeitgeber wird er unattraktiver.

Lesen Sie dazu auch:
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