Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Entscheidung, die Verständnis weckt

Martin WortmannVon Martin Wortmann Veröffentlicht:

Arzthelferinnen, die schon mit jungen Jahren in die Praxis eingestiegen sind, dürfen bei Kündigungen künftig nicht mehr benachteiligt werden. So formuliert, klingt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) eigentlich wie eine Selbstverständlichkeit.

Dennoch müssen sich die tarifschließenden Verbände der Ärzte und Helferinnen für den Rüffel nicht schämen. Schließlich kippte der EuGH ein Gesetz, die Verbände haben dort nur abgeschrieben - so, wie Banken, Einzelhandel, Metall- und Elektroindustrie. Auch Politikern und Gewerkschaften hat erst der EuGH die Augen geöffnet.

Ärzte, die eine Helferin entlassen müssen, kann das Urteil im Einzelfall ein paar Monatsgehälter kosten. Cornelia Goesmann, Vorsitzende des Ärzte-Tarifverbandes AAA, zeigte inhaltlich aber Verständnis für die Entscheidung. Das hebt sie wohltuend vom Gros der Verbandsfunktionäre ab, die nicht mehr menschlich und logisch, sondern nur noch interessengeleitet denken können.

Diskriminierungsverbote wie das wegen Alters gehören zum Kern des EU-Rechts, sagt der EuGH. Auch wenn nach dem langjährigen Debakel um den Vertrag von Lissabon die EU-Verfassung eine ungeschriebene Verfassung bleibt, kann dem ernstlich niemand widersprechen.

Lesen Sie dazu auch: EuGH-Urteil nützt auch Arzthelferinnen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt