Ärzte Zeitung, 09.04.2010

Azubi-Gehälter: Fast zehn Prozent mehr für MFA

KÖLN (reh). Die Ausbildungsvergütungen sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie lange nicht. Dabei konnten Auszubildende zur/m Medizinischen Fachangestellten (MFA) das größte Plus verzeichnen, nämlich 9,8 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Das meldet das Institut der deutschen Wirtschaft (iwd), das die Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung für 2009 ausgewertet hat. Im Schnitt stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Westdeutschland um gut drei Prozent und in Ostdeutschland um fast fünf Prozent. Ein solch starkes Plus hätte es das letzte Mal im Jahr 1995 gegeben, so das iwd. Seitdem habe die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate bei 1,7 Prozent im Westen und bei 1,4 Prozent im Osten gelegen.

Dabei fiel das Plus für die Azubis in den Praxen in Ost und West gleich hoch aus, da bei den MFA die Anpassung der Gehälter im Osten bereits 2007 stattgefunden hatte. Geht es um die Höhe der Azubigehälter, liegen die MFA mit 573 Euro monatlich jedoch eher im unteren Bereich. Hier bilden angehende Binnenschiffer mit 949 Euro monatlich die Spitze.

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