WC-Spülknöpfe teils hygienischer als Mobiltelefone

GRIESHEIM (maw). Mobiltelefone weisen zum Teil 18-mal mehr Bakterien auf als WC-Spülknöpfe in Herrentoiletten. Auf diesen Umstand weist das auf antimikrobiellen Produktschutz spezialisierte Unternehmen Microban hin.

Veröffentlicht:

Das habe laut Microban eine Studie im Auftrag des britischen Magazins "Which?" sowie eine frühere Studie der Lagos State University ergeben. In letzterer wiesen 30 Prozent der untersuchten Handys bei einer Abstrich-Analyse einen Bakterienbefall auf, der die maximal vertretbaren Richtwerte deutlich überschritt.

"Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass Millionen von Handys Brutstätten für Bakterien sind - in einem Ausmaß, das nicht akzeptabel ist", kommentiert Dr. Nicholas Moon, Technical Director und Spezialist für antibakteriellen Hygieneschutz bei Microban. Ursache sei, dass nur wenige Nutzer ihre Handys regelmäßig reinigten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Statistisches Bundesamt

Beschäftigte arbeiten 2026 2,4 Arbeitstage mehr

Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 18.01.201115:07 Uhr

Gelungene Produkt-Platzierung? Dumm gelaufen!

Dr. Nicholas Moon, Technischer Direktor und Spezialist für antibakteriellen Hygieneschutz bei Microban, da erzählen Sie uns etwas vom "Mann im Mond":

Jedes Kind weiß, dass WC-Spülknöpfe maximal 6-8 Mal täglich von einem Benutzer gedrückt werden. Bei 15 manuell angewählten Mobiltelefonaten pro Tag und durchschnittlich 12 Ziffern pro Anruf wird das "Handy" 180 Mal gedrückt. Dazu kommen noch SMS u. ä. Dienste. Das summiert sich locker auf 250-300 "Kontaminationskontakte" täglich.

Sie wollen uns doch mit Ihren Microban-Produkten für dumm verkaufen!

Und noch etwas, Dr. Moon: Die "Lagos State University, P.M.B. 01 LASU Ojo, Lagos State, Nigeria, West Africa" liegt im Äquatorialgürtel mit Jahres-Durchschnittstemperaturen von 25° Celsius (in Fahrenheit müssen Sie das selbst umrechnen). Die Menschen dort könnten tgl. 1 Liter "Microban" trinken, dagegen sind Ihre "Millionen von Handys Brutstätten für Bakterien" nur Kleckerkram!

Mit freundlichen+kollegialen Grüßen, Dr. med. T. G. Schätzler, FAfAM DO

Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt erläutert seinem Patienten mit Fettlebererkrankung anhand eines Anatomiemodell der Leber die prognostischen Risiken.

© manassanant / stock.adobe.com

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen

Eine Hand lehnt demonstrativ eine Spritze ab.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!