Praxisführung

WC-Spülknöpfe teils hygienischer als Mobiltelefone

GRIESHEIM (maw). Mobiltelefone weisen zum Teil 18-mal mehr Bakterien auf als WC-Spülknöpfe in Herrentoiletten. Auf diesen Umstand weist das auf antimikrobiellen Produktschutz spezialisierte Unternehmen Microban hin.

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Das habe laut Microban eine Studie im Auftrag des britischen Magazins "Which?" sowie eine frühere Studie der Lagos State University ergeben. In letzterer wiesen 30 Prozent der untersuchten Handys bei einer Abstrich-Analyse einen Bakterienbefall auf, der die maximal vertretbaren Richtwerte deutlich überschritt.

"Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass Millionen von Handys Brutstätten für Bakterien sind - in einem Ausmaß, das nicht akzeptabel ist", kommentiert Dr. Nicholas Moon, Technical Director und Spezialist für antibakteriellen Hygieneschutz bei Microban. Ursache sei, dass nur wenige Nutzer ihre Handys regelmäßig reinigten.

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Gelungene Produkt-Platzierung? Dumm gelaufen!

Dr. Nicholas Moon, Technischer Direktor und Spezialist für antibakteriellen Hygieneschutz bei Microban, da erzählen Sie uns etwas vom "Mann im Mond":

Jedes Kind weiß, dass WC-Spülknöpfe maximal 6-8 Mal täglich von einem Benutzer gedrückt werden. Bei 15 manuell angewählten Mobiltelefonaten pro Tag und durchschnittlich 12 Ziffern pro Anruf wird das "Handy" 180 Mal gedrückt. Dazu kommen noch SMS u. ä. Dienste. Das summiert sich locker auf 250-300 "Kontaminationskontakte" täglich.

Sie wollen uns doch mit Ihren Microban-Produkten für dumm verkaufen!

Und noch etwas, Dr. Moon: Die "Lagos State University, P.M.B. 01 LASU Ojo, Lagos State, Nigeria, West Africa" liegt im Äquatorialgürtel mit Jahres-Durchschnittstemperaturen von 25° Celsius (in Fahrenheit müssen Sie das selbst umrechnen). Die Menschen dort könnten tgl. 1 Liter "Microban" trinken, dagegen sind Ihre "Millionen von Handys Brutstätten für Bakterien" nur Kleckerkram!

Mit freundlichen+kollegialen Grüßen, Dr. med. T. G. Schätzler, FAfAM DO


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