Ärzte Zeitung, 27.10.2011

Kommentar

Vernachlässigte Atmosphäre

Von Matthias Wallenfels

Die Idee der Corporate Identity, des einheitlichen, stringenten und klar definierten Unternehmensauftrittes einer Praxis nach außen, ist anscheinend in den Köpfen der meisten Praxischefs noch nicht angekommen.

"Warum auch - meine Praxisausstattung halte ich medizintechnisch auf dem neuesten Stand?", mag ein spontaner Einwand formuliert werden. Außerdem zähle doch eher die medizinische Exzellenz als Aushängeschild für die Praxis und nicht der Rembrandt an der Wand, könnte der Nachsatz lauten.

Unbestritten: Praxen, in denen Technik und Medizin stets à jour sind, geben per se ein hohes Leistungsversprechen an Patienten ab. Aber im Praxisalltag ist es wie beim Essen: Das Auge urteilt mit - unabhängig von der Qualität des Angebotes.

So haben Praxischefs gerade mit den weichen, nicht-medizinischen Faktoren, unter die die Corporate Identity subsumiert werden kann, die Chance, sich positiv vom Marktumfeld abzuheben.

Mit einem - unter professioneller Hilfe - auf die individuelle Praxisphilosophie abgestimmten Design der Räume wie auch der Geschäftspapiere lassen sich Patienten auch auf der emotionalen Ebene abholen und von der Professionalität der Praxis überzeugen.

Lesen Sie dazu auch:
Hausarztpraxis mit rotem Faden

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