Ärzte Zeitung, 22.11.2011

Kommentar

Rückendeckung für die Einzelpraxis

Von Dirk Schnack

Immer neue Kooperationsformen werden Ärzten von Beratern und Politikern angedient. Die Zusammenschlüsse werden größer, die rechtlichen Fragestellungen komplexer.

Große Gemeinschaftspraxen, überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften oder Medizinische Versorgungszentren: Das sind die Organisationsformen der Gegenwart, heißt es oft.

Und die Einzelpraxis? Ein Auslaufmodell - wer will schon arbeiten wie die abtretende Ärztegeneration? Ein bisschen trägt die Generation, die jetzt ihre Praxen nicht weitergeben kann, Mit-Verantwortung an dieser Entwicklung.

Die mit der Einzelpraxis verbundenen Probleme wurden so lange thematisiert, bis das Arbeiten als Einzelkämpfer von gestern erschien.

Insbesondere Frauen, so wurde behauptet, hätten kein Interesse mehr an der von den Vätern favorisierten Organisationsform. Die Erfahrungen von Dr. Lucia Kühner aus Grömitz zeigen, dass pauschale Empfehlungen wenig hilfreich sind.

Einzelpraxen haben unbestreitbare Vorteile: keine Probleme mit Praxispartnern, keine teuren Trennungen, die Praxisorganisation wird gezielt auf den Inhaber zugeschnitten. Ob die Vorteile überwiegen, muss jeder Arzt selbst entscheiden.

Lesen Sie dazu auch:
Auslaufmodell Einzelpraxis? Von wegen!

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