Ärzte Zeitung, 24.09.2012

Tarifvertrag

Zahn-MFA erhalten mehr Geld

HAMBURG (ck). Der Tarifabschluss für die Zahnmedizinischen Fachangestellten in Hamburg, Hessen, Westfalen-Lippe und dem Saarland ist nun gültig, meldet der Verband medizinischer Fachberufe.

Denn am 20. September sei die Einspruchsfrist wortlos abgelaufen. Damit steigen die Tarifgehälter ab 1. Oktober 2012 um 3,1 Prozent. Im Januar 2014 trete eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent in Kraft.

Darüber hinaus werde sich die Zahl der Tätigkeitsgruppen auf fünf von bisher vier erhöhen. In den ersten drei Berufsjahren beginnen die Tarifgehälter der Zahnmedizinischen Fachangestellten nun in Tätigkeitsgruppe I bei 1602,50 Euro und in Tätigkeitsgruppe II bei 1723 Euro.

Je nach Qualifikation können drei weitere Tätigkeitsgruppen mit einem Zuschlag von 17,7 beziehungsweise 25 und 30 Prozent zur Grundvergütung erreicht werden.

Im Vergleich dazu wurde der Gehaltstarif für Medizinischen Fachangestellte (MFA) mit Wirkung von April dieses Jahres linear um 2,9 Prozent erhöht.

Damit verdienen Berufseinsteiger in der Tätigkeitsgruppe I nun 1538 Euro, in Gruppe II sind es 1615 Euro. Außerdem gab es rückwirkend zum 1. Januar eine Einmalzahlung.

Topics
Schlagworte
Praxisführung (14916)
Organisationen
VMF (88)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[25.09.2012, 14:32:29]
Dr. Dirk Erdmann 
Eingeschränkte Umsetzungsmöglichkeiten
Ich darf darauf hinweisen, dass dieser Tarifabschluss nur dann Auswirkungen auf Beschäftigungsverhältnisse hat, wenn ein Anstellungsvertrag explizit auf den Tarif abstellt. Dies dürfte in der Minderzahl der Fälle so sein, da die meisten Zahnärztekammern gegenteilige Empfehlungen aussprechen. Sogar die Azubi-Gehälter werden(außer in den von Ihnen genannten, in der Tarifgemeinschaft organisierten Kammern) erst dann angepasst, wenn entsprechende Beschlüsse des jeweiligen Kammervorstandes gefasst worden sind.
Dies nur zur Info. Meine persönliche Meinung ist, dass jeder Zahnarzt gut beraten ist, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter/innen adäquat zu honorieren. Der Fachkräftemangel wird sich auch und gerade im Medizinsektor zu einem immer größer werdenden Problem entwickeln.
Mit freundlichen Grüßen: Dr. Dirk Erdmann (Haan) zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »