Ärzte Zeitung, 27.05.2008

Fortsetzung im Prozess gegen Krebsärztin

HANNOVER (cben). Der Schwurgerichtsprozess gegen die Hannoveraner Internistin Mechthild Bach wurde gestern fortgesetzt. Der Prozess war im April ins Stocken geraten, weil Bachs Anwälte einem der Richter Befangenheit vorgeworfen hatten.

Der Richter soll in einem Telefonat mit seiner geschiedenen Frau geäußert haben, er sei von der Schuld Bachs überzeugt. Die Verteidigung der Ärztin erkannte hierin eine Vorverurteilung. Ende April hat das Gericht den Befangenheitsantrag als unbegründet abgewiesen.

Der Prozess wird weiter bestimmt durch die Auseinandersetzung der Gutachter, die die Schmerztherapie Bachs einerseits als inkompetent, andererseits als angemessen einschätzen. Bach ist wegen achtfachen Totschlags an schwer kranken Patienten durch übermäßige Gabe von Morphium und Diazepam angeklagt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »