Ärzte Zeitung, 13.07.2011

Kickschäden: kein Fall für gesetzliche Unfallversicherung

DARMSTADT (maw). Angestellte Ärzte, die auf einer Dienstreise einen Schaden beim Kicken erleiden, genießen dafür keinen gesetzlichen Unfallversicherungsschutz.

Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten, rechtskräftigen Urteil des Hessischen Landessozialgerichts hervor. Das Gericht wies die Klage eines Baumarktleiters auf Verletztenrente nach Sportunfall ab.

Der Kläger hatte sich bei einem Fußballfreundschaftsspiel am rechten Kniegelenk verletzt. Das Fußballspiel fand im Rahmen eines zweitägigen Treffens von Baumarktleitern bei einem Lieferanten statt.

Die Berufsgenossenschaft lehnte die Gewährung einer Verletztenrente ab. Es liege - und das sahen die Richter genauso - kein Arbeitsunfall vor, da das Fußballspiel nach Abschluss der regulären Tagung stattgefunden habe und somit als Freizeitaktivität dem privatwirtschaftlichen Bereich zuzuordnen sei.

Az.: L 3 U 64/06

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »