Ärzte Zeitung online, 16.05.2012

Die Müllabfuhr und der Meniskusschaden

DARMSTADT (dpa). Müllmänner haben nach Auffassung des hessischen Landessozialgerichts die gleiche Kniebelastung wie Profisportler.

"Die schnellen und unregelmäßigen Lauf- und Drehbewegungen beim Verbringen der Mülltonnen sind den Bewegungsabläufen der Profiballsportler ähnlich", begründete das Gericht am Dienstag in Darmstadt seine Entscheidung.

Eine Meniskuserkrankung sei daher nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei Müllmännern eine Berufskrankheit.

Das Gericht gab damit einem mit dem Befund erkrankten Mann aus dem Kreis Offenbach Recht. Die Berufsgenossenschaft hatte sich geweigert, seinen Meniskusschaden als Berufskrankheit anzuerkennen und ihm daher keine Entschädigung gezahlt.

Als Argument hatte sie angegeben, dass Müllmänner nicht entsprechenden Kniebelastungen ausgesetzt seien.

Az.: L 9 U 211/09

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Pneumologen kritisieren Grenzwerte für Fahrverbote

16.30 hMehr als hundert Lungenspezialisten bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide (NOx). mehr »

Alle vier Stunden ein Arzt weniger

Die Produktivität in der ambulanten Versorgung sinkt, warnt die KBV und macht darauf mit einer "Arztzeituhr" in ihrem Gebäude aufmerksam. Der Trend habe mehrere Gründe. mehr »

Lebensmittelallergie kommt oft mit dem Alter

Viele glauben, sie haben eine Nahrungsmittelallergie – dabei ist das oft falsch, so Forscher. Und wer eine hat, bekommt sie häufig erst als Erwachsener. mehr »