Ärzte Zeitung, 08.04.2015

Urteil

Befristete Verträge brauchen eindeutigen Endzeitpunkt

ERFURT.Bei befristeten Arbeitsverträgen sollten Praxischefs genau sein. Besteht ein "betrieblicher Bedarf an einer vorübergehenden Arbeitsleistung", so muss im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses "mit hinreichender Sicherheit zu erwarten sein", dass nach dem geplanten Ende für die Beschäftigung kein dauerhafter Bedarf mehr besteht, urteilte das Bundesarbeitsgericht (BAG).

Allein die Ansicht des Arbeitgebers, hinsichtlich der künftig zu erwartenden Beschäftigungsmöglichkeit müsse er bei der Einstellung "vorsichtig" sein, genüge nicht.

Denn damit würde er sein unternehmerisches Risiko auf die betreffenden Beschäftigen abwälzen. (bü)

Az.: 7 AZR 893/12

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »