Ärzte Zeitung online, 12.10.2015

Schwangerschaft

Entschädigung für wiederholte Kündigung

Einer Schwangeren, die von einem Rechtsanwalt wiederholt gekündigt wurde, sprach ein Gericht jetzt Schmerzensgeld zu.

BERLIN. Wer schwangere Arbeitnehmerinnen wiederholt ohne Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde kündigt, handelt diskriminierend, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg. Ein Rechtsanwalt hatte der Klägerin während der Probezeit gekündigt. Die Frau legte jedoch ihren Mutterpass vor.

Später kündigte der Anwalt erneut, wieder ohne Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde. Wie nun das LAG entschied, ist nicht nur die Kündigung unwirksam. Das Verhalten des Rechtsanwalts sei Geschlechterdiskriminierung. Hierfür müsse er eine Geldentschädigung in Höhe von 1.500 Euro zahlen. (mwo)

Landesarbeitsgericht Berlin- Brandenburg, Az.: 23 Sa 1045/15

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Tödlicher Messerangriff — der Schock sitzt tief

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Hausarzt reagierten Ärztevertreter bestürzt. Wie können Kollegen vor Gewalt geschützt werden? mehr »

Macht Sport so glücklich wie Geld?

Wer moderat Sport treibt, ist seltener unglücklich und kann damit offenbar Gehaltseinbußen von rund 22.000 Euro jährlich emotional kompensieren, so eine US-Analyse. mehr »

Experimentelle Arznei lindert Juckreiz

Forschende der Universität Zürich haben einen neuen Ansatz entdeckt, mit dem sich Juckreiz unterdrücken lässt. In einer Studie linderten sie damit nicht nur akute, sondern auch chronische Beschwerden. mehr »