Ärzte Zeitung, 24.08.2017
 

BFH

Künstliche Befruchtung ist steuerlich absetzbar

MÜNCHEN. Der Bundesfinanzhof hält in einem aktuellen Urteil den "deutschen Mittelweg" bei der künstlichen Befruchtung für rechtmäßig (Az.: VI R 34/15). Demnach lässt sich auch eine künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen, bei der mehr als drei Eizellen befruchtet werden.

Der BFH gab damit einem Paar Recht, das gegen den Fiskus geklagt hatte. Laut Embryonenschutzgesetz dürfen einer Frau nur drei Embryonen eingesetzt werden, gleichzeitig dürfen nicht mehr Embryonen erzeugt als in einem Zyklus eingesetzt werden.

Dennoch werden beim sogenannten "deutschen Mittelweg" mehr als drei Eizellen befruchtet, weil sich die meisten ohnehin nicht zu schwangerschaftsfähigen Blastozysten entwickeln. (mwo)

Topics
Schlagworte
Recht (12224)
Krankheiten
Infertilität (429)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »

Weltärztebund und Papst im Dialog zur Palliativmedizin

Seltene Kooperation: Weltärztebund und Papst sprechen sich für ein Sterben in Würde aus, aber gegen Euthanasie und assistiertem Selbstmord. mehr »