Ärzte Zeitung online, 20.12.2017

EuGH

Recht auf Einsehen von Prüfungsarbeiten

LUXEMBURG. Prüflinge, darunter gegebenenfalls auch Medizinstudenten und Ärzte, haben Anspruch auf Einsicht in ihre eigenen schriftlichen Prüf-Antworten. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Mittwoch zu einem Mann aus Irland entschieden, der durch seine Prüfung als Buchhalter gerasselt war (Az.: C-434/16). Die Prüfantworten seien "persönliche Daten", die die Prüfstelle zur Einsicht freigeben müsse. Das zeige schon das klare Interesse des Prüflings, dass seine Antworten nicht ohne seine Zustimmung an Dritte weitergegeben werden. Ob die Korrektoren den Namen des Prüflings kannten, sei unerheblich, da die Unterlagen jedenfalls immer persönlich zugeordnet werden können, so der EuGH. (mwo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »