Ärzte Zeitung, 19.02.2016

Glinide

Ab Juli nicht mehr zulasten der GKV

BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss kündigt an, den Verordnungsausschluss der Glinide zum 1. Juli dieses Jahres im Bundesanzeiger zu veröffentlichen und damit offiziell in Kraft zu setzen. Anschließend dürfen diese oralen Antidiabetika nur noch in "medizinisch begründeten Einzelfällen" zulasten der GKV verordnet werden.

Der Verordnungsausschluss resultiert aus einer Nutzenbewertung von 2010. Nachdem das Bundesgesundheitsministerium den Beschluss nicht genehmigen wollte, entbrannte ein jahrelanger Rechtsstreit. Im Mai 2015 erklärte das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in einem mittlerweile rechtskräftigen Urteil die Beanstandung des Ministeriums für rechtswidrig. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigten sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »

Trivalente Impfstoffe jetzt wegwerfen?

Nach der Empfehlung der STIKO zum Einsatz von tetravalenten Impfstoffen stellt sich die Frage: Was soll jetzt mit noch vorhandenen, trivalenten Impfstoffen geschehen? mehr »