Ärzte Zeitung, 22.06.2011
 

Das Ziel ist: Weniger Nebenwirkungen, mehr Compliance

Alle fünf Jahre eine wichtige Innovation, vor allem mit dem Ziel Schmerzpatienten Mobilität und Selbstbestimmung zu geben - das steht auf dem Programm von Grünenthal. Über Therapieziele, die komplexe Versorgung von Schmerzpatienten und das gesellschaftliche Engagement des pharmazeutischen Unternehmens sprach Springer Medizin mit Kai Martens, dem Deutschland-Chef von Grünenthal.

Das Ziel ist: Weniger Nebenwirkungen, mehr Compliance

Kai Martens (2. v. l.), Geschäftsleiter der Grünenthal GmbH in Deutschland, im Gespräch mit Helmut Laschet, Wolfgang van den Bergh und Michael Hubert.

© Grünenthal GmbH (3)

Ärzte Zeitung: 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen, davon sechs bis acht Millionen, die behandlungsbedürftig sind. Was kann man tun, um die Situation der Betroffenen zu verbessern?

Martens: Schmerz gehört zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Er ist einer der wichtigsten Ursachen, warum Menschen den Arzt aufsuchen. Schmerz ist auch eine sehr teure Krankheit: Die Gesamtkosten werden auf 17 bis 22 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Was kann man tun? Es gilt, zu verhindern, dass Schmerz chronifiziert. Dazu gehören eine korrekte und frühzeitige Diagnose sowie die adäquate Behandlung. Um das zu können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Das ist aber durchaus nicht immer der Fall. Denn Schmerz ist ein multifaktorielles Geschehen ...

Ärzte Zeitung: ... weil die Symptome oft diffus sind? Können Sie Ärzten helfen, ihr diagnostisches Know how zu verbessern?

Das Ziel ist: Weniger Nebenwirkungen, mehr Compliance

"Bei Projekten, die wir mit Ärzten und Kassen machen, spüren wir von Vorbehalten nichts."

Kai Martens

Aktuelle Position: Geschäftsleiter Deutschland, Grünenthal GmbH, Aachen.

Werdegang / Ausbildung: 1985 Approbation als Arzt in Hamburg.

Karriere: 1991 Produktmanager bei Janssen-Cilag, Business Unit Director im deutschen Markt; Erwerb internationaler Erfahrung als Executive Director Europe von 2003 bis 2005; General Manager bei Merck Serono GmbH Deutschland bis 2007; danach Head of Strategy in Genf; seit 2008 Geschäftsleiter Deutschland bei Grünenthal GmbH.

Privates: Verheiratet, 2 Kinder, Hobby: Astronomie

Martens: Ja. Das ist Teil unseres umfassenden Fortbildungsangebots. Schmerz gibt es in vielen verschiedenen Arten und Facetten, die unterschiedlicher Behandlungen bedürfen, und da bieten wir verschiedene Dienstleistungen an.

Ärzte Zeitung: Wie läuft aus Ihrer Erfahrung das Zusammenspiel zwischen Hausarzt und spezialisiertem Schmerztherapeuten. Gibt es da noch Verbesserungsmöglichkeiten?

Martens: Auf jeden Fall. Ganz besonders in Flächenländern und ländlichen Gebieten. Dort gibt es große Versorgungslücken, nicht nur bei den Schmerztherapeuten, sondern auch in der hausärztlichen Versorgung. Wir sehen immer mehr Schwierigkeiten, die sich künftig noch vergrößern könnten, weil der Nachwuchs fehlt.

Wir müssen ernsthaft überlegen - auch wegen des demografischen Wandels und wahrscheinlich zunehmender Häufigkeit von Schmerz -, wie wir dem wachsenden Bedarf an früher Schmerzerkennung und -therapie begegnen können.

Ärzte Zeitung: Welche Rolle kann dabei ein pharmazeutisches Unternehmen spielen? Was ist - über die eines Produzenten von Medikamenten hinaus - die gesellschaftliche Aufgabe?

Martens: Primär sind wir natürlich ein forschendes Unternehmen, das innovative Produkte auf den Markt bringt. Aber aufgrund der jahrelangen Schmerzforschung haben wir eine gut basierte Kenntnis über Schmerzdiagnostik und -therapie und über die Pathophysiologie des Schmerzes. Das möchten wir natürlich weitergeben an die Ärzte. Und auch an Patienten.

Seit Jahren engagiert sich Grünenthal in der Palliativmedizin. So unterstützen wir über unsere Stiftung den Lehrstuhl für Palliativmedizin an der Universität in Aachen. Wir sind Gastgeber der jährlich stattfindenden Aachener Hospizgespräche, die sehr viele Impulse für die palliativmedizinische Versorgung in Deutschland setzen konnten.

Ärzte Zeitung: Schaut man sich die reale Versorgung an - Stichwort spezielle ambulante palliativmedizinische Versorgung -, dann gibt es immer noch Defizite.

Martens: Das ist richtig. Aber ein Anfang ist gemacht worden! Die Rahmenbedingungen sind definiert, nun geht es an die Ausgestaltung. Und die ist im Moment noch sehr stark abhängig von der individuellen Motivation einzelner.

Ärzte Zeitung: Können Sie denn als Unternehmen eine solche Entwicklung auch spürbar vorantreiben?

Martens: Zumindest können wir eine Plattform zur Verfügung stellen. Wir können versuchen, Netzwerke herzustellen. Wir können Leute zusammenbringen. Und wir können Initiativen unterstützen. In der Palliativmedizin haben wir das gemacht. So haben wir vorbildliche Projekte in der Hospizarbeit und der palliativmedizinischen Versorgung ausgezeichnet, damit diese positiven Beispiele nachgeahmt werden.

Ärzte Zeitung: Stichwort Schmerznetze. Wie weit sind solche Projekte und wie können Sie die unterstützen?

Martens: Wir sind in vielen Schmerznetzen engagiert als Partner, zum Teil auch mit weiteren Unternehmen. Wir können bei Organisation und Management helfen, und wir können Erfahrungen, beispielsweise auch bei der Qualitätssicherung, vom einen Netz zum anderen transferieren.

Wir haben da so etwas wie eine Mediatorfunktion. Insofern können wie auch die Entstehung von Netzen und ihre Entwicklung vorantreiben.

Ärzte Zeitung: Sie sind an einem Projekt "Versorgungsatlas Schmerz" beteiligt. Was ist die Zielsetzung?

Martens: Der Versorgungsatlas ist ein Projekt, das 2008 von Grünenthal gestartet worden ist, zunächst gemeinsam mit der DAK. Das Ziel war, anhand von Kassendaten zu ermitteln, wie die Versorgungsrealität von Schmerzpatienten aussieht.

Welche Ressourcen benötigen die Betroffenen? Gibt es bestimmte Patientengruppen, die wir identifizieren können, weil ihre Krankheit einen speziellen Verlauf hat? Finden wir Ansätze, die Versorgung zu verbessern? Inzwischen ist auch die AOK Niedersachsen an dem Projekt beteiligt. Evaluiert wird das Projekt vom Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Berlin.

Ärzte Zeitung: Gibt es schon erste Ergebnisse?

Martens: Wir können jetzt erste Hypothesen generieren. Beispielsweise, dass eine multimodale Therapie zu geringeren Kosten führen kann. Es gibt Hinweise, dass eine kontinuierliche Einnahme bei starken chronischen Schmerzen mit Opioiden zu geringeren Arbeitsunfähigkeits-Tagen führt. Wir werden hierzu in wenigen Tagen ein Buch publizieren können.

Ärzte Zeitung: Wie geht es weiter?

Das Ziel ist: Weniger Nebenwirkungen, mehr Compliance

"Der Bedarf an Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie wird steigen."

Martens: Bislang haben wir die Probleme retrospektiv untersucht. Wir sollten nun in prospektiven Studien ermitteln, ob sich die Hypothesen in der tatsächlichen Behandlung validieren lassen. Wir sind gerade dabei, mit Partnern bei den Krankenkassen und unabhängigen Instituten und mit Ärzten Projekte aufzusetzen.

Ärzte Zeitung: Mit welchen Ärzten arbeiten Sie zusammen?

Martens: Das sind Schmerztherapeuten, aber natürlich auch Hausärzte. Schmerz ist der häufigste Grund, warum ein Arzt - meist ein Hausarzt - aufgesucht wird. 80 Prozent der Patienten mit stark wirksamen Substanzen werden von Hausärzten behandelt.

Ärzte Zeitung: Sie kennen die kritische Haltung der Spitzenorganisationen der Ärzte, insbesondere der KBV, zu Beteiligung der Industrie an der Integrationsversorgung. Wie erleben Sie das in der Praxis?

Martens: Bei den Projekten, die wir mit Ärzten und Kassen machen, spüren wir von solchen Vorbehalten nichts. Ich habe eher das Gefühl, dass Ärzte und Kassen dankbar sind, dass ein Arzneimittelhersteller die Initiative ergriffen hat. Die Beteiligten sehen, dass wir gemeinsam einen Nutzen für die Sache daraus ziehen können. Am Ende sind Offenheit und Transparenz wichtig.

Ärzte Zeitung: Wie reagieren Ärzte auf innovative Versorgungsmodelle?

Martens: Die Ärzte, die in Projekten mitarbeiten, gehen sehr offen mit Innovationen um. Sie haben ein hohes Interesse zu zeigen, wie eine bessere Schmerztherapie aussehen kann.

Ärzte Zeitung: Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich bei innovativen Arzneimitteln da? Spüren Sie bei der Indikation Schmerz - ähnlich wie bei anderen Indikationsgebieten - Zurückhaltung?

Martens: Die medikamentöse Versorgung von Schmerzversorgung ist in Deutschland sicherlich besser als in vielen anderen Ländern. Aber es gibt auch Unter- und Fehlversorgung.

Innovationen setzen sich auch hier schwer durch. Die Frage ist aber: Ist das eine von Ärzten gewollte Zurückhaltung oder auf die sehr starke Reglementierung des Marktes und des Verordnungsverhaltens zurückzuführen? Ich vermute eher das Letztere.

Ärzte Zeitung: Im Unterschied zu anderen Krankheiten - etwa Bluthochdruck - verursacht Schmerz unmittelbares Leiden. Also müssten auch Nutzenunterschiede sehr viel besser spürbar und messbar sein. Hat das einen Effekt?

Martens: Das sollte man meinen. Aber Schmerz wird subjektiv sehr unterschiedlich empfunden. Darum gibt es in klinischen Studien meist nur subjektive Messinstrumente. Teilbereiche der Schmerzen kann man objektiv durch klinisch-neurophysiologische Methoden messen. Jedoch nicht das subjektive Erleben des Schmerzes.

Ärzte Zeitung: Spielt das Btm-Recht eine kontraproduktive Rolle?

Martens: Nein, das würde ich nicht sagen. Da hat sich der Kenntnisstand der Ärzte und das Therapieverhalten in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren ein ganzes Stück gewandelt.

Ärzte Zeitung: Wenn Sie sich das Arznei-Arsenal in der Schmerztherapie ansehen: Wo würden Sie noch die großen Lücken sehen? Und wie definieren Sie da Ihre Aufgabenstellung als forschendes Unternehmen?

Martens: Nehmen Sie nur die Nebenwirkungen. An sich bekommt man jeden Patienten schmerzfrei. Zum Beispiel durch Narkose. Das ist aber nicht alltagstauglich. Patienten brauchen möglichst wenig Nebenwirkungen, sie sollten arbeiten und normal am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Die häufigste Ursache, warum Medikamente abgesetzt werden, ist beim Schmerz nicht die mangelnde Wirksamkeit, sondern die Nebenwirkungen. Das ist ein wichtiges Feld für Innovationen.

Mit Tapentadol sind wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung gegangen. Das hat einen dualen Wirkmechanismus und ist breit einsetzbar vom neuropathischen bis zum nozizeptiven Schmerz. Und es hat es weit weniger opioidtypische Nebenwirkungen im Verhältnis zur Vergleichssubstanz. Deshalb kommt es zu weniger Therapieabbrüchen, die Compliance ist deutlich besser.

Außerdem konnten wir zeigen, dass sich die Lebensqualität stark verbessert - und das ist ja ein wichtiger Aspekt, der auch bei der frühen Nutzenbewertung nach dem AMNOG berücksichtigt wird.

Ärzte Zeitung: Könnte man unter Tapentadol noch Auto fahren?

Martens: Tapentadol kann, wie alle zentral-wirksamen Substanzen, die Fähigkeit zum Autofahren und zum Bedienen von Maschinen einschränken. Das gilt besonders zu Beginn der Behandlung.

Ärzte Zeitung: Welchen Einfluss hat das AMNOG auf Ihre Forschung?

Martens: Keine unmittelbar kurzfristigen. Unsere Forschung ist langfristig und strategisch ausgerichtet. Deutschland und die Region Aachen sind für uns der Forschungsstandort. Hier wollen wir ausbauen und viele neue Arbeitsplätze schaffen. Aber: Was mich umtreibt, ist die Frage, für welchen Zusatznutzen man einen Zusatzerlös im Vergleich zur Standardtherapie zugebilligt bekommt. Das ist noch offen.

An der Antwort auf diese Frage wird sich entscheiden, wie wettbewerbsfähig Deutschland als Forschungsstandort in Zukunft sein kann. Eines muss man speziell bei Schmerz bedenken: Das ist meist nur ein Symptom einer anderen Grunderkrankung. Der Schmerz selbst führt nicht zu erhöhter Mortalität.

Und was immer wir in der Schmerztherapie machen, wirkt sich in der Regel nicht heilend oder lebensverlängernd aus. Darum sehe ich mit Spannung auf die ersten Nutzenbewertungen und Verhandlungen über die Höchsterstattungsbeträge.

Ärzte Zeitung: In welcher Weise sind Sie betroffen?

Martens: Im Moment nicht direkt. Mittelfristig schon: Wir haben das Ziel, etwa alle fünf Jahre einen neuen Wirkstoff einzuführen. Nach Tapentadol 2010 wäre die nächste Innovation 2015 bis 2016 zu erwarten. Da werden wir in Kürze in die entscheidenden Studien gehen und dann natürlich auch den engen Kontakt zum gemeinsamen Bundesausschuss suchen, weil wir hinsichtlich der Vergleichstherapie und der Nutzenkriterien Planungssicherheit brauchen.

Dabei ist es aber ein Nachteil, dass die Beratung, die wir vom GBA bekommen sollen, nur unverbindlich ist. Das ist eine erhebliche Unsicherheit angesichts millionenschwerer Investitionen.

Ärzte Zeitung: Welche Eigenschaften soll die neue Substanz haben?

Martens: Am besten, dass sie sehr gut wirkt und fast keine opioidtypischen Nebenwirkungen hat. Details kann ich aber noch nicht nennen. Ich denke, dass wir im Wettbewerb auch mit den großen forschenden Unternehmen speziell im Bereich der Schmerztherapie sehr gut aufgestellt sind.

Das Interview führten Wolfgang van den Bergh, Michael Hubert und Helmut Laschet.

Die Grünenthal Gruppe - Zahlen und Fakten

Sitz: Der Geschäftsbereich Deutschland (GD) mit Sitz in Aachen ist die operative Einheit von Grünenthal in Deutschland. Aufgaben: in Marketing, Medizin, Vertrieb, Market Access und Service in Deutschland.

Aktuelle Geschäftszahlen (2010): weltweit 910 Millionen Euro Umsatz, 23 Prozent des Umsatzes wurden in Forschung und Entwicklung investiert. Umsatz in Deutschland: 137 Millionen Euro.

Mitarbeiter: weltweit 4900, im Geschäftsbereich Deutschland 296 Mitarbeiter (89 im Innen- und 207 im Außendienst).

Kernkompetenz: Die Forschungs- und Entwicklungsstrategie Grünenthals konzentriert sich auf ausgesuchte Therapiegebiete und modernste Technologien. Den Schwerpunkt bildet die intensive Suche nach neuen Wegen, um Schmerzen besser, nachhaltiger und mit weniger Nebenwirkungen zu lindern.

Corporate Responsibilty: Grünenthal übernimmt soziale und gesellschaftliche Verantwortung. Vor diesem Hintergrund werden langfristige Projekte von Institutionen, Organisationen und Vereinigungen der Angehörigen der Fachkreise sowie Patientenorganisationen finanziell unterstützt Beispiele: Reiterferien für krebskranke Kinder, Förderpreise für Schmerzforschung und ambulante Palliativversorgung, Sponsoring von Schmerzgesellschaften, Sponsoring der Aachener Hospizgepräche, Grünenthal Stiftung für Palliativmedizin.

Change Pain: Der Leidensweg von Schmerzpatienten kann verkürzt werden

CHANGE PAIN - ein Projekt von Grünenthal
CHANGE PAIN - für wen?CHANGE PAIN richtet sich an Schmerzpatienten, deren Angehörige, behandelnde Ärzte, Arzthelferinnen und Pflegerinnen.
Warum CHANGE PAIN?Die Versorgung von Schmerzpatienten hat sich in den letzten Jahren verbessert, trotzdem leiden allein in Deutschland rund 13 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Schmerzen werden oft zu spät behandelt. Patienten müssen ihre Schmerzen sehr lange aushalten, bis sie einen Arzt finden, der ihnen wirklich weiterhelfen kann - dieser Leidensweg müsste in vielen Fällen nicht sein.
Was will CHANGE PAIN?Die internationale Initiative CHANGE PAIN hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bisherige Schmerztherapie zu optimieren und die Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse von Schmerzpatienten zu lenken. Hierfür möchte CHANGE PAIN alle Betroffenen und Beteiligten zusammenführen und gemeinsam mit ihnen Defizite ermitteln und Lösungen in der Schmerztherapie anbieten - und das so individuell wie möglich.
Wer ist CHANGE PAIN?CHANGE PAIN wurde von Grünenthal zusammen mit der Dachorganisation der europäischen Schmerzgesellschaften (EFIC) und der deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) ins Leben gerufen. Unterstützt und wissenschaftlich gefördert wird CHANGE PAIN durch einen international angesehenen Sachverständigenrat aus Schmerzexperten.
Ziele von CHANGE PAINEffizientes Schmerzmanagement für einen nachhaltigen Therapieerfolg
Kommunikation optimieren
Wissen vertiefen
Welche Ansätze verfolgt CHANGE PAIN?Schmerztherapie muss differenziert eingesetzt und auf den Patienten zugeschnitten sein. Dafür braucht man eine multimodale Therapie. Die Schmerzforschung gewinnt immer tiefere Erkenntnisse. Die Bedeutung der Mechanismen, die Schmerzen auslösen oder aufrechterhalten, wird immer deutlicher. Der bisherige Behandlungsstandard (WHO-Stufenschema) ist überholt und wird von einer mechanismenorientierten, nach Schmerzursachen gesteuerten, Therapie abgelöst.
CHANGE PAIN-HilfsmittelBereits heute werden in der Praxis neu entwickelte Diagnoseinstrumente angewendet, die dabei helfen sollen, anhand der Symptomatik die zugrunde liegende Schmerzart, sprich Schmerzmechanismus, zu identifizieren. Allerdings sind diese Instrumente vielfach komplex und sehr zeitaufwendig und kommen daher noch viel zu selten in der Breite zum Einsatz. Ziel von CHANGE PAIN: umfassender Einsatz dieser Hilfsmittel.
www.change-pain.de - Quelle: Grünenthal GmbH - Tabelle: Ärzte Zeitung

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