Ärzte Zeitung, 06.08.2015

Brüssel

EU erlaubt Pfizer Übernahme von Hospira

BRÜSSEL. Brüssel erlaubt dem US-Pharmariesen Pfizer die Übernahme des Konkurrenten Hospira. Damit das Unternehmen nach dem Zukauf nicht zu viel Marktmacht gewinnt, muss Pfizer aber die Rechte an bestimmten Medikamenten abgeben. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit.

Der Wert der Übernahme beträgt nach früheren Angaben rund 17 Milliarden Dollar. Pfizer hat unter anderem zugesagt, ein in der Entwicklung befindliches Nachahmerprodukt, das dem Antikörperl Infliximab sehr ähnlich ist, abzugeben. Infliximab gehört nach Angaben der EU-Kommission zu den drei meistverkauften Medikamenten der Welt.

Da Hospira ein Konkurrenzprodukt in Europa vermarktet, hatte die EU-Kommission befürchtet, Pfizer könnte nach der Übernahme die Entwicklung des eigenen Medikaments verzögern oder einstellen. Mit den verbleibenden Arzneimitteln wäre der Preiswettbewerb zu gering gewesen, argumentierte die Brüsseler Behörde. Die Rechte zum Vertrieb außerhalb Europas behält Pfizer aber. (dpa)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11980)
Organisationen
Hospira (29)
Pfizer (1449)
Wirkstoffe
Infliximab (277)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Seelenklempner Stress bewältigen

Einen Sonntagsblues kennen sie nicht, denn montags ist Chorprobe: In Berlin singen Psychiater, Psychologen und Neurologen seit Jahren gemeinsam in einem außergewöhnlichen Chor. mehr »

Anti-Aging klappt – mit dem richtigen Sport

Wer sein Leben mit Hilfe von Sport verlängern will, sollte auf Sport setzen – und dabei vor allem auf eine Trainingsform, wie eine saarländische Studie jetzt nahelegt. mehr »

Cannabis ist weiter meistkonsumierte Droge

Sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen nimmt Cannabis unter den illegalen Drogen weiterhin die prominenteste Rolle ein. Das geht aus dem DBDD-Jahresbericht hervor. mehr »