Ärzte Zeitung, 17.01.2017

Bamberg

Chefarzt der Vergewaltigung verdächtigt

BAMBERG. Wegen des Verdachts der Vergewaltigung ist am Freitag Haftbefehl gegen einen bereits suspendierten Chefarzt des Klinikums Bamberg ergangen.

Der Palliativmediziner soll nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler im Dezember vergangenen Jahres eine Frau dazu gedrängt haben, gegen ihren ausdrücklichen Willen Oralverkehr bei ihm auszuüben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Weitere Auskünfte erteilten die Behörden nicht, die Ermittlungen werden voraussichtlich noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Die Sozialstiftung Bamberg, Träger des Klinikums, hatte vor Kurzem bekanntgegeben, den leitenden Mediziner freigestellt und ihm Hausverbot erteilt zu haben. Der Chefarzt hatte bereits selbst Ende Dezember die Kündigung eingereicht. Zum 31. Januar endet das Arbeitsverhältnis laut Sozialstiftung nun "einvernehmlich".

Bereits vor drei Jahren hatte es am Klinikum Bamberg einen ähnlichen Fall gegeben, der kürzlich mit einer siebenjährigen Haftstrafe endete. (dpa)

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