Ärzte Zeitung online, 13.07.2017

Bundesgerichtshof

MSD kann Raltegravir weiterhin anbieten

KARLSRUHE. Der Bundesgerichtshof hat eine vom Bundespatentgericht im Eilverfahren erlassene Zwangslizenz zum Vertrieb des HIV-Medikamentes Isentress® (Raltegravir) am Dienstag bestätigt. Damit kann MSD entgegen Patentansprüchen des Wettbewerbers Shionogi das Arzneimittel zunächst weiterhin in Deutschland anbieten. Der BGH begründete seinen Beschluss mit dem öffentlichen Interesse. Zwar sei nicht jeder HIV-Patient auf das Mittel angewiesen, doch gebe es Patientengruppen, die Raltegravir "zur Erhaltung der Behandlungssicherheit und -güte benötigen". (cw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11380)
Recht (12391)
AIDS / HIV (1798)
Organisationen
BGH (964)
Krankheiten
AIDS (3334)
Wirkstoffe
Raltegravir (71)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vorhofflimmern schlägt aufs Hirn

Nicht nur ein Risikofaktor für Schlaganfall: Vorhofflimmern ist auch für das Gehirn gefährlich. Angststörungen und kognitive Einschränkungen sind Nebenwirkungen, so eine Studie. mehr »

Gericht urteilt über Diesel-Fahrverbote

Müssen Städte die Feinstaub-Notbremse ziehen und Diesel-Fahrzeuge aus den Innenstädten verbannen? Bejaht das Bundesverwaltungsgericht dies, könnte auch die Gesundheitswirtschaft in die Bredouille kommen. mehr »

Bei Diabetes "nicht gleich mit Verboten kommen!"

Professor Hellmut Mehnert ist eine wahre Kapazität auf dem Gebiet der Diabetologie. Anlässlich seines 90. Geburtstags sprach die "Ärzte Zeitung" mit ihm über Patienten-Motivation, Defizite und neue Therapie-Optionen. mehr »