Ärzte Zeitung online, 10.07.2019

Glawe

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitswirtschaft kann mehr

Um das Health-Business in Mecklenburg-Vorpommern zu befeuern, fordert dessen Gesundheitsminister eimne Frischzellenkur.

ROSTOCK. Fachkräfte, Existenzgründungen, Internationalisierung – diese drei Herausforderungen sieht Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) für die Gesundheitswirtschaft seines Bundeslandes. Bei der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock forderte er kürzlich zu größeren Anstrengungen in diesen Bereichen auf. An der zweitägigen Branchenkonferenz nahmen 700 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik teil.

„Die Gesundheitswirtschaft wächst rasant weiter. Das ist kein Selbstläufer“, so Glawe. Um das Wachstum zu erhalten, sind nach seiner Ansicht weitere Existenzgründungen, die Glawe als „Frischzellenkur für die heimische Wirtschaft“ bezeichnete, nötig.

Auf der Branchenkonferenz berichtete es von verschiedenen Fördermöglichkeiten, die neue Gesundheitsunternehmen im Nordosten in Anspruch nehmen könnten. Neu sei, dass auch Beteiligungen für digitale Geschäftsmodelle vergeben werden. Zudem wurde der Venture Capital Fonds Mecklenburg-Vorpommern (VCFMV) aufgelegt, um jungen, technologieorientierten Unternehmen den Zugang zu Risikokapital zu erleichtern.

Laut Glawe hat die Gesundheitswirtschaft seines Bundeslandes im vergangenen Jahr Güter und Dienstleistungen im Wert von 600 Millionen Euro exportiert – was 5,3 Prozent des Gesamtexports dieses Bundeslandes entspricht. Für Glawe noch zuwenig, der Minster reklamiert Nachholbedarf und forderte heimische Unternehmen auf, international stärker auf ihre Leistungen aufmerksam zu machen und „die internationale Bühne“ auf Messen zu nutzen.

Das Land unterstützt die Teilnahme von Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern etwa auf der Medizinmesse Medica in Düsseldorf oder der Arab Health in Dubai, beispielsweise durch finanzielle Förderung von Gemeinschaftsständen und durch Koordinierungsleistungen. Glawe hält solche Messen für einen „unverzichtbaren Marktplatz zur Kundenpflege und zur weltweiten Vermarktung“. (di)

600 Millionen Euro hat die Gesundheitswirtschaft MecklenburgVorpommerns 2018 an Gütern und Dienstleistungen exportiert, das entspricht 5,3 Prozent des Gesamtexports des Landes.

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