Ärzte Zeitung, 05.12.2016
 

KV-Beitrag

Hamburgs Ärzte sollen mehr zahlen

HAMBURG.Für die niedergelassenen Ärzte in Hamburg erhöht sich der KV-Beitrag. Die Vertreterversammlung der KV beschloss einstimmig, die Verwaltungskostenumlage von 2,5 auf 2,8 Prozent anzuheben. Auch die Sicherstellungsumlage wurde von bislang 0,3 auf 0,4 Prozent angehoben. Die Regelung gilt ab der Abrechnung fürs vierte Quartal 2016. Ein Quartal später winkt Entlastung: Dann entfällt nämlich die Sonderumlage in Höhe von 0,5 Prozent für den Neubau des Hamburger Ärztehauses, die für einen befristeten Zeitraum von zwei Jahren erhoben wurde. Das Ärztehaus befindet sich in Bau und wird, wie berichtet, voraussichtlich im Sommer 2017 bezugsfertig sein.

Die Anhebung der Verwaltungskostenumlage ist nach Ansicht des Finanzausschusses notwendig, um ein Defizit in 2017 zu vermeiden. Laut Kalkulation droht dieses, weil die KV keine Zinserträge mehr erwirtschaftet, die in früheren Jahren auf der Ertragsseite standen. Ohne Anhebung müsste das fehlende Geld aus den Rücklagen entnommen werden, die damit an den unteren Rand des Vertretbaren gerückt würden, hieß es. Die Anhebung der Sonderumlage wiederum ist erforderlich, um die gestiegenen Kosten für die Förderung der Weiterbildung bestreiten zu können. Das Haushaltsvolumen für 2017 liegt bei rund 48,7 Millionen Euro und damit rund eine Million Euro höher als im laufenden Jahr. Die KV investiert u.a. in ihr Personal, etwa in den Bereichen Finanzcontrolling und IT. (di)

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